Ein Pegasus-Airlines-Flug sorgte für erhebliche Verwirrung, als die Maschine mit 216 Passagieren an Bord nicht wie geplant in der kasachischen Stadt Aktobe, sondern im rund 1.500 Kilometer entfernten Aktau landete. Wie die kasachische Nachrichtenagentur Stan.kz berichtet, war schlechtes Wetter der Grund für diese massive Kursänderung.
Die Probleme begannen bereits am Abflugsort Istanbul, wo sich der Start am vergangenen Dienstag um volle acht Stunden verzögerte. Nach weiteren Verspätungen während des Fluges setzte die Maschine schließlich in Aktau auf, wo die Besatzung den Passagieren mitteilte, dass sie am Ziel ihrer Reise angelangt seien.
Augenzeugenberichten zufolge erfolgte die Landung nicht auf dem regulären Flughafengelände, sondern auf einer angrenzenden Freifläche. Während kasachische Staatsangehörige das Flugzeug verließen und selbständig ihre Weiterreise organisierten, wählten etwa 40 russische Passagiere einen anderen Weg. Sie starteten einen Protest und verweigerten das Verlassen der Maschine, so Stan.kz.
Passagier-Protest
Videoaufzeichnungen dokumentieren den Protest der aufgebrachten Fluggäste im Inneren des Flugzeugs. Der internationale Flughafen Aktau bot den Reisenden Hotelunterkünfte sowie Transportmöglichkeiten nach Aktobe an. Dennoch entschieden sich 16 russische Passagiere gegen dieses Angebot und blieben demonstrativ an Bord, wie übereinstimmende Berichte kasachischer und russischer Medien belegen.
Das zuständige kasachische Ministerium sah sich gezwungen, verschiedene Behörden einzuschalten. Auch Vertreter der Fluggesellschaft und des Flugsicherheitsdienstes wurden hinzugezogen.
Einigung erreicht
Letztendlich konnte eine Einigung zwischen den Passagieren und der Fluggesellschaft erzielt werden. Laut Ministeriumsangaben erhielten die Reisenden eine elektronische Bestätigung über die Bereitstellung von Hotelunterkünften sowie Flugtickets für die Weiterreise nach Aktobe.