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Suchaktion

Adria-Drama: Junge portugiesische Touristen auf Schlauchboot spurlos verschwunden

Adria-Drama: Junge portugiesische Touristen auf Schlauchboot spurlos verschwunden
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Neue Hoffnung bei der dramatischen Suchaktion vor Kroatien: Zwei der vier vermissten Portugiesen wurden lebend gefunden. Nach zwei weiteren Männern wird weiterhin mit Hochdruck gesucht.

Die großangelegte Rettungsaktion im Velebit-Kanal läuft weiter. Vier portugiesische Staatsbürger waren in der Nacht auf Mittwoch, den 12. August 2026, bei heftiger Bora mit einem kleinen Schlauchboot aufs Meer hinausgefahren und anschließend verschwunden. Mittlerweile konnten eine Frau und ein Mann lebend gerettet werden. Zwei Männer werden weiterhin vermisst. Nach Angaben der Einsatzkräfte sind alle vier etwa 30 Jahre alt.

Frau nach Stunden im Meer lebend gefunden

Die erste gute Nachricht kam gegen Mittag. Gegen 11.40 Uhr wurde eine junge Portugiesin in der Bucht Butinj auf der Insel Krk lebend im Meer entdeckt. Zuvor hatte ein Flugzeug der kroatischen Küstenwache eine Person im Wasser gesichtet. Die Frau wurde von den Einsatzkräften aufgenommen und anschließend medizinisch versorgt. Sie war ansprechbar und konnte den Rettern wichtige Informationen geben.

Besonders dramatisch: Die Frau berichtete den Einsatzkräften, dass sich noch rund 20 Minuten zuvor eine weitere Person in ihrer Nähe befunden hatte. Die Retter suchten daraufhin verstärkt in diesem Gebiet, konnten dort zunächst aber niemanden finden.

Zweiter Vermisster rettet sich auf Felsen

Weniger als zwei Stunden später folgte die nächste erlösende Nachricht. Gegen 13.40 Uhr wurde zwischen der Bucht Ogrul und dem Kap Glavina ein weiterer Portugiese lebend gefunden. Der Mann hatte es offenbar selbst aus dem Meer geschafft und war auf die felsige Küste geklettert.

Ein Boot der Hafenbehörde brachte ihn anschließend in Richtung Novi Vinodolski, wo er dem Rettungsdienst übergeben wurde. Damit haben nach aktuellem Stand zwei der vier jungen Urlauber die Nacht im Meer überlebt.

Zwei Männer weiterhin verschwunden

Für zwei weitere Männer geht der Kampf gegen die Zeit weiter. Auch am Mittwochnachmittag werden sie weiterhin vermisst. An der Suche beteiligen sich unter anderem Boote der Hafenbehörden, die kroatische Küstenwache sowie Einsatzkräfte an Land. Auch ein Polizeihubschrauber vom Typ Bell 412 wurde am Nachmittag in die Suchaktion eingebunden.

Die Suche konzentriert sich unter anderem auf die Ostküste der Insel Krk und den Velebit-Kanal. Durch das Nachlassen der Bora verbesserten sich die Bedingungen für die Rettungsmannschaften im Laufe des Tages etwas.

Leeres Schlauchboot entdeckt

Der Alarm war bereits um 4.41 Uhr ausgelöst worden. Eine Bekannte hatte das Verschwinden der vier Portugiesen gemeldet. Die Gruppe war mit einem nur rund 1,5 Meter langen aufblasbaren Freizeitboot von einem Campingplatz nördlich von Senj losgefahren. Danach verlor sich ihre Spur.

Gegen 8.10 Uhr wurde in der Nähe der Küste von Krk schließlich ein verlassenes kleines Boot entdeckt, das der Beschreibung des Schlauchboots der Vermissten entsprach. Personen befanden sich nicht mehr darin.

Orkanartige Bora und meterhohe Wellen

Die Bedingungen auf dem Meer waren extrem. Laut kroatischem Seenotrettungszentrum erreichten die Böen im Suchgebiet zeitweise rund 60 Knoten, während die Wellen mehr als zwei Meter hoch waren. Wegen der gefährlichen Bedingungen mussten einzelne Rettungseinheiten zwischenzeitlich sogar Schutz im Windschatten suchen.

Der aktuell bestätigte Stand am Mittwoch, 12. August, gegen 16 Uhr: Zwei Menschen wurden lebend gerettet. Nach zwei Männern wird weiterhin gesucht. Eine zwischenzeitlich verbreitete Meldung des portugiesischen Außenministeriums über den Fund eines Toten wurde wieder gelöscht und von der kroatischen Einsatzleitung nicht bestätigt.

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KO KOSMO-Redaktion
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