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AK kämpft um Jobs: Diese Post-Arbeitsplätze stehen vor dem Aus

AK kämpft um Jobs: Diese Post-Arbeitsplätze stehen vor dem Aus
FOTO: Österreichische Post AG/ Christian Stemper
2 Min. Lesezeit |

Während das Südburgenland bereits mit wirtschaftlichen Einbußen kämpft, plant die Post AG nun einen weiteren Schlag: Die Zustellbasis Jennersdorf soll geschlossen werden.

Im Südburgenland droht ein weiterer Arbeitsplatzverlust. Die Post AG beabsichtigt, ihre Zustellbasis in Jennersdorf zu schließen. Für 25 Beschäftigte würde dies bedeuten, künftig in die Oststeiermark pendeln zu müssen. Arbeitnehmervertreter und die Arbeiterkammer Burgenland protestieren vehement gegen diese Pläne. Die Ankündigung trifft eine Region, die bereits durch die Schließung eines Real-Supermarktes und eines Autohauses wirtschaftlich geschwächt ist. Für die Arbeitnehmervertreter steht fest: Die Arbeitsplätze müssen in Jennersdorf erhalten bleiben.

Die Post AG begründet ihre Entscheidung mit regelmäßigen Standortevaluierungen. Nach den Plänen des Unternehmens soll das Jennersdorfer Team ab März 2026 auf drei verschiedene Standorte in der Oststeiermark aufgeteilt werden. Für die betroffenen Mitarbeiter würde dies erheblich längere Anfahrtswege bedeuten. Post-Personalvertreter Manfred Oderits bezeichnet die Situation als „Albtraum für die Kollegen, die wie eine Familie zusammenarbeiten“.

Kritik der Arbeiterkammer

AK-Präsident Gerhard Michalitsch verurteilt das Vorhaben: „Dieser Kahlschlag ist den motivierten Mitarbeitern gegenüber unfair.“ Er betont, dass das Team hervorragende Leistungen erbracht habe und nun für seine Effizienz bestraft werde. Michalitsch warnt zudem vor den Folgen für die regionale Infrastruktur. Ohne einen lokalen Stützpunkt könnten längere Transportwege, Verzögerungen bei der Zustellung und eine Verschlechterung der Versorgung im ländlichen Raum die Folge sein.

Fachleute sehen in der geplanten Schließung nicht nur einen Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch eine weitere Schwächung des ländlichen Raums. Der Bezirk Jennersdorf kämpft bereits mit Abwanderung und einer hohen Zahl an Pendlern. Eine fortschreitende Zentralisierung würde diese Probleme noch verstärken. „Wir fordern, dass die Post ihre Pläne überdenkt. Jennersdorf darf nicht weiter geschwächt werden“, erklärt Michalitsch.

Forderung nach Investitionen

AK-Bezirksstellenleiter Reinhard Jud-Mund übt scharfe Kritik an den Plänen der Post: „Statt im ländlichen Raum zu sparen, sollte die Post in den Standort investieren.“ Er verweist auf die Arbeiterkammer selbst, die in der Region ein modernes Arbeitnehmer:innen-Zentrum errichtet habe – ein Beispiel dafür, wie man regionale Verantwortung übernehmen könne.

Die Bevölkerung im Südburgenland erwarte Investitionen in die Region statt weiteren Abbau.

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KO KOSMO-Redaktion
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