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STUDIE

Alarmierend: Cybermobbing fester Bestandteil des Schulalltags

Kinder werden in der Schule immer öfter über soziale Netzwerke gemobbt. (Foto: iStock)

Ergebnisse der Studie „Mobbing und Cybermobbing im Schulbereich“ sind alarmierend. Die Arbeiterkammer (AK) fordert das Tabu-Thema stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Mehr als die Hälfte der Volksschulkinder und fast 100 Prozent der Jugendlichen in der Oberstufe nutzen WhatsApp sowie Facebook und Instagram. Sie wenden im Schnitt 2,8 Stunden pro Tag dafür auf. Das ergibt die vom Meinungsforschungsinstitut bmm im Auftrag der AK Steiermark durchgeführte persönliche Befragung von 1.019 Schülerinnen und Schülern von der Volksschule bis zu den Maturaklassen.

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Für weit mehr als die Hälfte machen es Handy und Internet leichter, andere zu mobben, so bmm-Geschäftsführerin Claudia Brandstätter. Die Betroffenheit von Mobbing in der eigenen Klasse bzw. Schule liegt bei fast zwei Drittel – Mobbing gehört also zum Schulalltag.

Gründe zum Mobbing

Die häufigsten genannten Gründe für Mobbing sind: das Anderssein, das Aussehen und das Außenseiter-Dasein. Gemobbt wird vor allem in den Pausen. Die Gemobbten fühlen sich verletzt, werden aggressiv und wütend, ziehen sich zurück, können nicht mehr so gut lernen – 2,3 Prozent denken an Suizid.

Was kann man dagegen unternehmen?

„Gefordert sind Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und das System Schule“, so AK-Präsident Josef Pesserl. Notwendig seien ein Weiterbildungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer, der Ausbau von Anlaufstellen, an die sich Betroffene und deren Angehörige wenden können sowie der Ausbau von Schulsozialarbeit und Schulpsychologie.

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