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ALARMIEREND

Alarmierende Studie: Suizidrate steigt nach Netflix-Serie massiv an!

Depression
FOTO: iStockphoto

Eine Studie bestätigte nun eine Annahme, die seit Beginn der Netflix-Serie „13 Reasons Why – Tote Mädchen lügen nicht“ befürchtet wurde. Die TV-Serie soll nämlich dazu geführt haben, dass sich deutlich mehr junge Menschen in den USA das Leben nahmen.

Berichten zufolge soll die Suizidrate unter Jugendlichen nach der Veröffentlichung der Netflix-TV-Serie „13 Reasons Why“ im Zeitraum von April bis Juni 2017 massiv angestiegen sein. Bei Mädchen sogar um 21 Prozent.

Forscher der MedUni Wien stellten in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlern einen signifikanten Anstieg der Suizide unter Kindern und Jugendlichen in den USA fest. Sie befürchten eine Identifikation mit dem weiblichen Hauptcharakter der Serie, der sich im Alter von 17 Jahren das Leben nimmt.

In gerade einmal drei Monaten sei bei der Gruppe der Zehn- bis 19-Jährigen ein Anstieg von 13 Prozent nachzuweisen, was in diesem Zeitraum 94 Suizide mehr bedeute. Statt der durchschnittlichen 720 Selbstmorde in dieser Zeitspanne und Altersgruppe in den USA gab es assoziiert mit der TV-Serie somit insgesamt über 800.

Während ein Anstieg der Suizide in der Gruppe der Zehn- bis 19-Jährigen nachgewiesen werden konnte, gab es in allen anderen Gruppen keinerlei Veränderung.

Zudem zeige die Studie, dass proportional mehr weibliche Jugendliche betroffen waren, was auf die weibliche Hauptprotagonistin der Netflix-Serie zurückzuführen ist.

Laut der MedUni Wien-Wissenschaftler sei es zwar wichtig, die Suizid-Problematik auch im Fernsehen darzustellen, um sie zu entstigmatisieren, dennoch müsse man zeigen, dass es immer eine andere Lösung gibt. Dies sei bei besagter TV-Serie nicht aufgezeigt worden. Stattdessen hätte man soziale Alltagsprobleme von Jugendlichen als aussichtslos dargestellt und immer wieder mit der Möglichkeit eines Suizids in Verbindung gebracht.

Hilfe bei Depressionen findest du bei der Telefonseelsorge (142) sowie bei Rat auf Draht (147) und online: www.kriseninterventionszentrum.at & www.bittelebe.at.

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