Start NEWS POLITIK Albin Kurti: „Das Non-Paper kommt aus Belgrad oder Russland“
„BOSNISIERUNG KOSOVOS“

Albin Kurti: „Das Non-Paper kommt aus Belgrad oder Russland“

(FOTOS: Facebook/Albin Kurti, zVg., iStockphoto)

Der kosovarische Ministerpräsident Albin Kurti sagte, er glaube nicht, dass die kürzlich im Umlauf befindlichen „Non-Paper“ aus europäischen Städten oder den Vereinigten Staaten stammen, sondern aus Belgrad oder sogar Russland.

„Ich glaube nicht, dass die Autoren dieser inoffiziellen Dokumente die westlichen Länder sind, schon gar nicht die USA. Ich glaube, dass dies aus Belgrad und vielleicht sogar aus dem Nordosten kommt. Das Interesse der Russischen Föderation besteht darin, den westlichen Balkan zu nutzen, um die EU und die NATO anzugreifen. Ich versuche Tag und Nacht, die internationale Gemeinschaft davon zu überzeugen, was richtig und nützlich ist“, sagte Kurti gegenüber Kossev.

Laut Kurti beabsichtigt Belgrad, das Paket von Ahtisaari und alle darin enthaltenen Themen zu öffnen. Martti Ahtisaari ist Kosovo-Vermittler und war 2007 mit der Kosovo-Kontaktgruppe, dem Europarat, der EU und der NATO intensiv mit der Lösung der Kosovo-Frage beschäftigt.

„Ahtisaaris Plan [Anm. zur Unabhängigkeit des Kosovos] wird angegriffen. Belgrads Absicht ist es, das Paket von Ahtisaari und alle darin enthaltenen Fragen zu öffnen. Die Erfolgsformel, die auch eine moralische und politische Verpflichtung darstellt, lautet, dass wir die Unabhängigkeit verteidigen und dass internationale Akteure Ahtisaaris Plan gegen Serbien verteidigen“, so Kurti. Und weiter: „Serbiens Ziel ist die Bosnisierung des Kosovo, um den Kosovo zu einem gescheiterten Staat zu machen. Ziel ist es, die Souveränität und territoriale Integrität durch die Öffnung des Ahtisaari-Pakets anzugreifen. Ahtisaaris Plan ist ein ‚internationales Kind‘, Internationalisten müssen ihn beschützen, während ich unser geliebtes, unabhängiges Kosovo verteidige“, sagte der Premierminister des Kosovo, berichtet der Belgrader Danas.

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