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All das wird jetzt in Österreich teurer!

All das wird jetzt in Österreich teurer!
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3 Min. Lesezeit |

Das Budget 2025/26 bringt eine Welle von Preiserhöhungen: Klimaticket, e-card, Reisepass und viele weitere Dokumente werden deutlich teurer. Die Sparmaßnahmen treffen alle.

Finanzminister Markus Marterbauer hat am Dienstag sein Doppelbudget für die kommenden zwei Jahre präsentiert. Die Sparmaßnahmen für 2025 und 2026 setzen zu einem Drittel auf der Einnahmenseite an, was zahlreiche Preissteigerungen für die Bevölkerung mit sich bringt. Betroffen sind unter anderem die e-card-Gebühr sowie amtliche Dokumente wie Reisepass, Führerschein und Personalausweis. Auch das Klimaticket wird durch reduzierte Förderungen künftig kostspieliger.

Die Preisanpassungen beim Klimaticket erfolgen in zwei Etappen und fallen deutlich über der Inflationsrate aus. Der erste Schritt erfolgt zum 1. August 2025, wenn die Österreich-weite Variante von derzeit 1.095 auf 1.300 Euro angehoben wird. Die ermäßigte Version verteuert sich von 821 auf 975 Euro. Mit Jahresbeginn 2026 steigt der Preis weiter auf 1.400 Euro, während die ermäßigte Variante dann 1.050 Euro kostet. Zudem entfällt das kostenlose Klimaticket für Personen ab 18 Jahren. Besonders junge Erwachsene und Studierende sehen sich damit erheblichen Mehrkosten bei der Mobilität gegenüber, während gleichzeitig die Förderungen für den öffentlichen Verkehr deutlich zurückgefahren werden.

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Bei der e-card-Servicegebühr kommt es nahezu zu einer Verdoppelung – von bisher 13,80 auf künftig 25 Euro. Eine wesentliche Änderung betrifft zudem Pensionisten, die diese Gebühr nun erstmals entrichten müssen, nachdem sie bislang davon befreit waren.

Amtliche Dokumente

Deutliche Preissteigerungen gibt es auch bei amtlichen Dokumenten. Die Gebühren werden um 48,2 Prozent angehoben, was der Inflationsentwicklung seit der letzten umfassenden Anpassung im Jahr 2011 entspricht. Ab 1. Juli 2025 kostet ein Reisepass nicht mehr 75,90, sondern 112 Euro. Für einen Führerschein werden künftig 90 statt 60,50 Euro fällig. Der Personalausweis verteuert sich von 61,50 auf 91 Euro.

Auch administrative Verfahren werden kostspieliger. Eine Namensänderung schlägt mit 567 Euro zu Buche – bisher waren es 382,60 Euro. Der Antrag auf Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft kostet künftig 163 Euro statt 125,60 Euro. Waffenbesitzkarten verteuern sich von 74,40 auf 110 Euro, der Waffenpass von 118,40 auf 175 Euro. Zusätzlich werden die Konsulargebühren nach oben angepasst.

Weitere Belastungen

Raucher müssen ebenfalls mit höheren Ausgaben rechnen. Die Tabaksteuer wird angehoben, wobei nun auch Tabak zum Erhitzen von den steuerlichen Anpassungen erfasst wird. Bereits im April wurde die Wettgebühr von zwei auf fünf Prozent erhöht.

Seit April ist auch die Umsatzsteuerbefreiung für Photovoltaikmodule ausgelaufen, was deren Anschaffung und Installation verteuert.

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Ebenfalls im April endete die Befreiung von Elektrofahrzeugen von der motorbezogenen Versicherungssteuer. Die Besteuerung orientiert sich jetzt am durchschnittlichen Niveau von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Die Gerichtsgebühren wurden bereits im April um 23 Prozent angehoben. Dies betrifft feste Gebührensätze wie Pauschalgebühren in zivilgerichtlichen Verfahren bis zu einer Bemessungsgrundlage von 350.000 Euro, Gebühren für einvernehmliche Scheidungen, Eintragungs- und Eingabegebühren in Firmenbuchsachen, Gebühren für Grundbuchauszüge sowie Firmenbuchabfragen. Eingaben beim Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof kosten nun 340 Euro – ein Plus von 100 Euro.

Soziale Auswirkungen

Die Preiserhöhungen treffen Haushalte mit niedrigerem Einkommen besonders hart, da die zusätzlichen Kosten hier einen größeren Anteil am verfügbaren Budget ausmachen. Allerdings plant die Regierung gezielte Abfederungsmaßnahmen für besonders vulnerable Gruppen. So soll etwa die Rezeptgebührenobergrenze für Mindestpensionisten angehoben werden.

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Marterbauer kommentierte die Maßnahmen mit den Worten: „Für die Gießkanne haben wir kein Geld mehr.“

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KO KOSMO-Redaktion
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