Start Politik AMS-Chef: „Es ist ökonomisch nötig, an den Pensionsschrauben zu drehen“
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AMS-Chef: „Es ist ökonomisch nötig, an den Pensionsschrauben zu drehen“

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(FOTOS: AMS/Spiola, GoogleMaps/Ludy)

AMS-Chef Johannes Kopf schlug letztens mit seiner Forderung nach einem Nebenjob-Ende für große Empörung. Jetzt soll auch an Pension etwas geändert werden.  

Diesen Herbst soll die heimische Arbeitsmarktpolitik reformiert und neu aufgestellt werden. Nun betrifft ein Punkt die Zuverdienstmöglichkeit für arbeitslose Personen. Aktuell können diese bis zu 457 Euro im Monat durch eine geringfügige Arbeitsbeschäftigung verdienen. ÖGB-Chef Wolfgang Katzian ist dagegen und hält dies für „entwürdigend“.

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„An Pensionsschrauben drehen“:
Kopf brachte einen weiteren Vorschlag ein. Der AMS-Geschäftsführer geht davon aus, dass man auch „an den Pensionsschrauben“ drehen müsse, um das Arbeitskräftepotenzial zu erhalten. Kopf weist darauf, dass der Wirtschaftsstandort auch in Zukunft von der Zuwanderung zum Arbeitsmarkt profitieren werde. Es gebe weitere Potenziale, vor allem bei Frauen, die eine Teilzeitarbeit oder durch einen späteren Pensionsantritt haben.

Zuwanderung:
„Wir werden auch weiterhin Zuwanderung haben – und brauchen“ sagt Kopf. Einen Anstieg habe es seit 2009, sowohl bei der Inländerzahl  als auch der Zuwanderer gegeben, so Kopf. „Der Wirtschaftsstandort ist also durch diese Zuwanderung massiv gestärkt worden.“, setzt der AMS-Chef fort.

Außerdem erklärte Johannes Kopf, dass es aber auch in den Betrieben neue Ideen braucht. Für die Mitarbeitersuche bräuchte man neue Kriterien: „Wenn ich aber nur nach dem jungen, gesunden inländischen Mann suche, der nicht langzeitarbeitslos ist, dann sind das nur mehr sieben Prozent unserer Kunden“, führte Kopf als Beispiel an.

Quelle: Heute-Artikel