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Hitzewelle

Atomreaktor abgeschaltet: Fluss erreicht kritische Temperatur

Atomreaktor abgeschaltet: Fluss erreicht kritische Temperatur
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Frankreichs Hitzewelle trifft die Energieversorgung direkt: Ein Fluss wird zum entscheidenden Faktor für einen Atomreaktor.

Die anhaltende Hitzewelle in Frankreich hat am Donnerstag zur Abschaltung eines Reaktors im Atomkraftwerk Golfech geführt. Als Ursache nannte der Betreiber EDF den starken Temperaturanstieg der Garonne. „Die Wetterbedingungen der vergangenen Tage haben zu einem deutlichen Anstieg der Temperatur der Garonne geführt, die am Freitag voraussichtlich 28 Grad erreichen wird“, teilte EDF mit.

Der zweite Reaktor des Kraftwerks, das rund 90 Kilometer von Toulouse entfernt liegt, ist laut EDF wegen Wartungsarbeiten ebenfalls abgeschaltet worden.

Wiederholter Hitzestress

Es ist nicht das erste Mal, dass Golfech von der Hitze betroffen ist: Bereits im Juni musste einer der Reaktoren wegen einer Hitzewelle heruntergefahren werden, um eine weitere Erwärmung des zur Kühlung genutzten Flusses zu verhindern. Am 3. Juli wurde der Betrieb wieder aufgenommen.

Bei extremen Temperaturen können überhitzte Flüsse dazu führen, dass Kraftwerksbetreiber die Leistung reduzieren oder den Betrieb vollständig einstellen müssen. Hintergrund ist der Schutz von Tier- und Pflanzenwelt: Bestimmte Temperaturgrenzen dürfen beim Betrieb der Anlagen nicht überschritten werden. Eine seit 2006 geltende Regelung schreibt vor, dass das aus dem Kraftwerk abgeleitete Wasser maximal 28 Grad haben darf.

Landesweite Hitzewelle

Frankreich befindet sich derzeit erneut im Griff einer Hitzewelle. Am Mittwoch galt in 67 Départements die zweithöchste Warnstufe Orange – ein Anstieg gegenüber den zuvor betroffenen 61 Départements. Vielerorts stiegen die Temperaturen deutlich über 30 Grad, im Südosten des Landes wurden stellenweise rund 40 Grad gemessen.

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KO KOSMO-Redaktion
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