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30 Prozent

Auch Österreich betroffen: Trump droht mit neuen Mega-Zöllen

Auch Österreich betroffen: Trump droht mit neuen Mega-Zöllen
FOTO: EPA/WILL OLIVER
3 Min. Lesezeit |

Mit 30 Prozent statt 50 Prozent Strafzoll kommt Trump der EU scheinbar entgegen – doch die wirtschaftlichen Folgen könnten dennoch verheerend sein.

US-Präsident Donald Trump hat der Europäischen Union Strafzölle von 30 Prozent ab 1. August angedroht. Die Ankündigung erfolgte am Samstag über einen Brief auf seiner Plattform Truth Social (Trumps eigenes soziales Netzwerk). Bereits zu Wochenbeginn hatte Trump Zollmaßnahmen gegen mehrere Staaten verhängt: Algerien, Libyen und Irak müssen 30 Prozent entrichten, Moldau und Brunei 25 Prozent sowie die Philippinen 20 Prozent. Nun trifft es auch die europäischen Länder und Mexiko mit jeweils 30 Prozent Zollaufschlag.

Nachdem Trump zunächst sogar mit 50-prozentigen Zöllen für die EU gedroht hatte, könnte die Reduzierung auf 30 Prozent dennoch gravierende wirtschaftliche Folgen haben. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen warnte vor Störungen der transatlantischen Lieferketten und negativen Auswirkungen für Unternehmen, Konsumenten und Patienten beiderseits des Atlantiks. Sie signalisierte Verhandlungsbereitschaft bis zum 1. August, kündigte aber bei Bedarf Gegenmaßnahmen an. Zudem wolle die EU ihre globalen Partnerschaften durch neue Handelsallianzen stärken.

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Trumps Optimismus

Trump äußerte sich am Dienstag vor Pressevertretern optimistisch und kündigte ein Schreiben an die EU-Staaten an, das einen möglichen Deal einleiten könnte. Er betonte eine Verbesserung der Stimmung und lobte die EU-Staaten für ihren mittlerweile respektvollen Umgang mit den USA. Die Situation beschrieb er als grundlegend verändert und bezeichnete die EU als besonders harten Verhandlungspartner – schwieriger noch als China.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte im CDU-Bundesvorstand Skepsis bezüglich der Zollverhandlungen mit den USA. Seine Prognose: Die Trump-Administration werde kein Abkommen akzeptieren, das einen beidseitigen Verzicht auf Zölle vorsieht. Aus seiner Sicht benötigten die USA die Einnahmen aus den Zöllen.

Trumps Begründung

In seinem an Ursula von der Leyen gerichteten Schreiben argumentierte Trump, die 30-prozentigen Zölle seien niedriger als eigentlich nötig, um das Handelsdefizit mit der EU auszugleichen. Er stufte dieses Defizit als Gefahr für die US-Wirtschaft und nationale Sicherheit ein. Gleichzeitig lud er europäische Firmen ein, ihre Produktion in die USA zu verlagern, um die Zölle zu umgehen.

Trump veröffentlichte diesen Brief auf seiner Plattform Truth Social.

Wirtschaftliche Folgen für Europa

Besonders hart träfe es exportstarke Branchen wie die europäische Automobilindustrie, den Maschinenbau und die Chemiebranche. Diese Sektoren sind bereits jetzt mit US-Sonderzöllen auf Fahrzeuge und Stahl konfrontiert und müssten bei einer weiteren Erhöhung mit erheblichen Absatzeinbußen rechnen. Wirtschaftsexperten prognostizieren einen deutlichen Rückgang der Exporte in die USA, was sowohl Arbeitsplätze als auch Investitionen in Europa gefährden könnte.

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Die EU-Kommission hat für den Fall der tatsächlichen Umsetzung der Strafzölle verhältnismäßige Gegenmaßnahmen angekündigt. Branchenverbände und Ökonomen warnen vor einer gefährlichen Eskalationsspirale im Handelskonflikt, falls keine Einigung erzielt wird. Die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Exporteure auf dem US-Markt könnte nachhaltig beeinträchtigt werden, zumal die EU parallel versucht, durch neue Handelsallianzen ihre globalen Wirtschaftsbeziehungen zu diversifizieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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