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Auf der Ottakringerstraße trifft man sich wieder

Edle Ideen, doch wie finanziert sich der Verein? “Wir teilen uns die Kosten, genau wie die Arbeit. Derzeit haben wir keine Räumlichkeiten, wir treffen uns einmal wöchentlich, auf der Uni”, sagt Hüseyin Gül, Student der Rechtswissenschaft. Man lege Wert auf professionelles Auftreten und qualitative Arbeit, denn bisher fehlten beide Aspekte. Unterstützung hole man sich von Experten aus unterschiedlichen Bereichen. Wenn es beispielsweise um das Management geht, berät man sich von Berufstätigen aus ihrem Umfeld.

Die Mitglieder der Jugendorganisation haben derzeit keine eigenen Räumlichkeiten. Ihre Treffen halten sie in Cafés oder auf der Uni ab. (Foto: Diva Shukor)

Eine multikulturelle und multikonfessionelle Plattform, die in Wien um die Angelegenheiten und Probleme der Community aus Bosnien-Herzegowina, gäbe es nicht. Das bisherige Angebot für junge Menschen sei weder von religiöser noch von kultureller Seite ausreichend beachtet worden. So sei die Ottakringerstraße derzeit einer der wenigen Möglichkeit, wo Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien zusammen kommen.

Die religiösen Vereine seien auch die falsche Anlaufstelle. “Solange man die Menschen nach Religion teilt und strikte Grenzen zieht, wird das Miteinander erschwert”, so Seferović. Die Situation in Bosnien-Herzegowina sei kritisch, deshalb müsse man auf die Problematik des Landes aufmerksam machen. Anfang April plane man eine Podiumsdiskussion mit dem Themenschwerpunkt der Ursachen und Herausforderungen des Nationalismus in Bosnien-Herzegowina. “Wir sind keine Jugo-Nostalgiker. Wir wollen nicht alle in einen Topf werfen. Jeder soll das gleiche Recht haben”, betont Salih Seferović.

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