Ein 44-Kilometer-Abschnitt bringt die geplante Verbindung von Banja Luka Richtung Adria einen entscheidenden Schritt weiter – doch bis zum Baubeginn sind noch mehrere Hürden zu nehmen.
Die Regierung der Republika Srpska hat den Parzellierungsplan für den Autobahnabschnitt Banja Luka Süd – Mrkonjić Grad verabschiedet. Der Abschnitt ist 44 Kilometer lang und Teil des geplanten Autobahnkorridors, der Banja Luka über Mliništa, Livno und die Grenze zu Kroatien mit Split verbinden soll. Die gesamte geplante Strecke umfasst rund 186 Kilometer.
Plan nimmt nächste Hürde
Der nun beschlossene Parzellierungsplan bildet die Grundlage für die weitere Klärung der Eigentumsverhältnisse und für andere Verfahren, die dem eigentlichen Bau vorausgehen. Der Plan muss nun noch von der Nationalversammlung der Republika Srpska endgültig angenommen werden. Grundlage für die Planung ist eine Trasse aus einem 2011 erstellten Ideenkonzept, das die Verbindung von Glamočani über Banja Luka, Mrkonjić Grad, Glamoč und Livno bis zur kroatischen Grenze vorsieht.
Der geplante Autobahnkorridor soll insgesamt rund 99 Kilometer durch die Republika Srpska, 65 Kilometer durch die Föderation Bosnien und Herzegowina und weitere 22 Kilometer durch Kroatien führen. Ziel ist eine direkte Straßenverbindung von Banja Luka zur kroatischen Autobahn und weiter in Richtung Split und Adriaküste.
Minićs Ausschreibung lässt auf sich warten
Premierminister Savo Minić hatte Anfang August bei einem Besuch in Mrkonjić Grad angekündigt, innerhalb von zwei Monaten eine öffentliche Ausschreibung für den Bau des Abschnitts Banja Luka – Mrkonjić Grad zu veröffentlichen. Gleichzeitig sollte intensiv an der Klärung der Eigentumsverhältnisse gearbeitet werden. Die angekündigte Frist ist inzwischen abgelaufen, ein öffentlicher Aufruf für den Bau wurde bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Mit der Verabschiedung des Parzellierungsplans ist die Vorbereitung des Projekts zwar weiter fortgeschritten, der eigentliche Baubeginn steht aber noch nicht unmittelbar bevor. Neben der endgültigen Annahme des Plans bleiben auch die Ausschreibung und die Finanzierung des Projekts offen.