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Großeinsatz

Axt-Attacke im Zug nach Wien: Passagier überwältigt Attentäter

Axt-Attacke im Zug nach Wien: Passagier überwältigt Attentäter
FOTO: KOSMO
3 Min. Lesezeit |

Mit Axt und Hammer stürmt ein 20-jähriger Syrer durch den ICE nach Wien. Ein mutiger Passagier stoppt den Angreifer – und verletzt ihn schwer.

Ein Syrer attackierte Passagiere in einem ICE (Intercity-Express, Hochgeschwindigkeitszug der Deutschen Bahn) mit gefährlichen Gegenständen. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag kurz vor 14 Uhr im ICE 91, der in Richtung Wien unterwegs war. Nach dem Angriff zogen mehrere Reisende die Notbremse, wodurch der Zug auf freier Strecke zum Stehen kam.

Bei dem Angreifer handelt es sich um den 20-jährigen Mohammad A. aus Syrien. Er ging mit einer Axt und einem Hammer auf Mitreisende los. Die Polizei bestätigte den Einsatz eines „gefährlichen Gegenstands“. Ein beherzter Mitreisender entriss dem Angreifer eine seiner Waffen und schlug damit auf ihn ein, um weitere Attacken zu verhindern.

Täter schwer verletzt

Der Täter erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Regensburg geflogen. Die Festnahme erfolgte in Straßkirchen im bayerischen Landkreis Straubing-Bogen.

Der ICE war mit etwa 500 Fahrgästen besetzt. Nach dem Nothalt wurden die Passagiere zunächst im Freien und später in einer eigens eingerichteten Betreuungsstelle versorgt. Auch psychologische Hilfe wurde angeboten.

Großeinsatz vor Ort

Insgesamt waren mehr als 150 Einsatzkräfte von Rettungsdiensten und Feuerwehren vor Ort. Die Bahnstrecke musste vorübergehend gesperrt werden.

Sohrab Taheri-Sohi, Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes, informierte: „Infolge eines Gewaltereignisses in einem ICE kam es zu einem Großeinsatz von Rettungsdienst und Katastrophenschutz.“ (…) Nach aktuellen Erkenntnissen wurden infolge des Gewaltereignisses mehrere Personen verletzt: Eine Person erlitt schwere Verletzungen, drei weitere wurden mittelschwer und eine weitere Person leicht verletzt.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn äußerte Mitgefühl für die Betroffenen: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Verletzten und allen, die das Erlebte nun verarbeiten müssen. Wir wünschen allen Betroffenen eine schnelle und vollständige Genesung.“

Zudem dankte er den Einsatzkräften für die rasche Festnahme des Tatverdächtigen.

Hintergründe der Tat noch unklar

Zu den Motiven des Täters liegen laut Polizei und Ermittlungsbehörden bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und prüft verschiedene Szenarien. Sowohl eine gezielte Attacke als auch ein möglicher psychischer Ausnahmezustand des Täters werden derzeit untersucht.

Konkrete Hinweise auf ein politisch oder religiös motiviertes Tatmotiv wurden von offizieller Seite bisher nicht bestätigt. Die Identität des mutmaßlichen Täters wurde von den Behörden zunächst nicht offiziell bekannt gegeben, verschiedene Medienberichte sprechen jedoch von einem syrischen Staatsbürger.

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KO KOSMO-Redaktion
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