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Bärenangriff

Bär schleift junge Frau in den Wald und bringt sie um

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Symbolbild (FOTO: iStock)

Eine Wanderung endete in Rumänien für eine 19-jährige Frau tödlich, nachdem sie von einem Braunbären angegriffen wurde. Das tragische Ereignis, das nahe der Stadt Brașov stattfand, löst erneut eine Debatte über das Zusammenleben von Menschen und der großen Bärenpopulation in diesem Gebiet aus.

Während eines Ausflugs im Bucegi-Massiv südlich von Brașov wurde die junge Frau Opfer eines plötzlichen Bärenangriffs. Ein bezeugender Wanderer alarmierte sofort die Rettungskräfte, was die schnelle, doch erfolglose Rettungsaktion auslöste. Innerhalb weniger als einer Stunde nach dem Notruf fanden die Einsatzkräfte die junge Frau, die keine Überlebenschance hatte. Der Bär, der auch die Ankömmlinge zu attackieren drohte, wurde von den Rettungskräften erschossen. Medienberichten zufolge kam das Opfer aus Iași und war im Besitz eines Visums für die Hauptstadt Bukarest.

Rumänien beherbergt mit geschätzten 8.000 Braunbären in seinen Karpaten die zweitgrößte Bärenpopulation Europas. Die häufige Nähe dieser großen Raubtiere zu menschlichen Siedlungen führt immer wieder zu gefährlichen Begegnungen. Von Angriffen auf Wanderer bis hin zu Plünderungen von Bauernhöfen und Durchsuchungen von Mülltonnen in Städten wie Brașov – die Spannungen zwischen Menschen und Bären nehmen zu.

Forderung nach neuen Maßnahmen

Als Reaktion auf den tödlichen Vorfall hat Rumäniens Umweltminister Mircea Fechet die Notwendigkeit höherer Abschussquoten für Bären betont. Der Minister verwies darauf, dass er ursprünglich für eine jährliche Quote von 500 Abschüssen plädiert hatte, diese jedoch nach Konsultationen auf 220 reduziert wurde. Die Praxis, aggressive Bären in andere Regionen umzusiedeln, kritisierte Fechet als unzureichend und kontraproduktiv. Laut dem Minister trägt diese Vorgehensweise lediglich dazu bei, das Problem von einer Region in die nächste zu verschieben und löst somit das Problem nur vorübergehend.