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INDIEN SPENDET SATELLITEN

Balkan schickt Satelliten ins Weltall

(FOTO: iStockphoto/dima_zel)
(FOTO: iStockphoto/dima_zel)

Die Südosteuropäische Weltraumorganisation (SEESA), zu deren Mitgliedern serbische, kroatische und bosnisch-herzegowinische Wissenschaftler gehören, wird Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres einen von Indien gespendeten Satelliten starten.

Anlässlich der 75-jährigen Unabhängigkeit finanzierte Indien ein Projekt, bei dem Studenten indischer Universitäten 75 Satelliten bauten. Einer dieser Satelliten wird der Südosteuropäischen Weltraumorganisation gespendet. 

„Wir müssen nur entscheiden, welche Nachricht dieser Satellit senden wird, und den Empfang des Signals organisieren. Der Satellit wird eine Botschaft der Einheit aus dem Weltraum in Zusammenarbeit in unserer Region bei Weltraumprojekten aussenden und das SESA-Logo tragen.”, sagte Slobodan Danko Bosanac, Physiker im Ruhestand vom Rudjer-Boskovic-Institut (IRB) und Präsident des Adriatischen Luft- und Raumfahrtvereins (A3), ein Verein aus Zagreb, der rund 60 Mitglieder hat.

Zweck des Vereins ist die Förderung von Programmen für Raumfahrt, Bildung, internationale Zusammenarbeit und die Initiierung von Projekten im Zusammenhang mit Raumfahrttechnik, Satelliten und Raketenantrieb.

Slobodan Danko Bosanac ist einer der Gründer der im Juni dieses Jahres gegründeten Südosteuropäischen Weltraumorganisation (SEESA). Neben A3 sind SEESA-Mitglieder das Committee for Space Program Development (CSPD) aus Serbien (Novi Sad), das Center for Education and Robotics, Innovation and Technology CERIT aus Bosnien und Herzegowina (Mostar), Montenegro Space Research (MSR) aus Montenegro ( Podgorica) und das Zentrum für Innovation und technologische Entwicklung (NAVIA) aus Nordmazedonien (Skopje). 

„Das wichtigste Rückgrat der Arbeit von SEESA ist die Entwicklung von Kapazitäten und Humanressourcen im Bereich Raumfahrttechnik in der Region, der Wissenstransfer, die Unterstützung bei der Entwicklung nationaler Projekte und insbesondere die Zusammenarbeit bei Projekten von gemeinsamem Interesse. Unser Ziel ist es, alle Länder Südosteuropas in SEESA zu haben, einschließlich Bulgarien, Griechenland und Albanien, weil wir alle im Bereich der Weltraumtechnologie hinterherhinken“, betonte Bosanac gegenüber kroatischen Medien.

Gleichzeitig entwickelt der Adriatische Luft- und Raumfahrtverein das Projekt des ersten rein kroatischen Satelliten Perun, ein Name, der in der slawischen Mythologie die höchste Gottheit bezeichnet.

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