Nach einer Grillfeier endete das Leben eines Rumänen durch ein winziges Geschoss. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel: War es ein fataler Unfall oder ein kaltblütiger Mord?
Nach einer privaten Feier wurde am 7. Juli ein alkoholisierter Mann tot aufgefunden. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab als Todesursache innere Blutungen im Bauchraum, verursacht durch das Projektil eines Luftdruckgewehrs. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis gegenüber der „Kronen Zeitung“ bestätigte, laufen derzeit intensive Ermittlungen des Landeskriminalamts, um zu klären, ob es sich um einen tödlichen Unfall oder ein Tötungsdelikt handelt.
Der leblose Körper des rumänischen Staatsbürgers wurde am Morgen des 7. Juli entdeckt, als ein Arbeitskollege ihn abholen wollte. Am Vorabend hatte das Opfer noch an einer Grillfeier mit Bekannten teilgenommen. Bei der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Routineobduktion entdeckten die Gerichtsmediziner eine kleine Eintrittswunde sowie ein winziges Geschoss im Bauchbereich des Verstorbenen.
Tödliche Verletzung
Laut Anklagebehörde verletzte das Projektil ein größeres Blutgefäß, was zum inneren Verbluten führte. Das Landeskriminalamt hat inzwischen die Ermittlungen übernommen. Ein Luftdruckgewehr wurde bereits als mögliche Tatwaffe sichergestellt, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.
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Unfall oder Tötung
Die Ermittler arbeiten nun daran festzustellen, ob der Mann gezielt getötet wurde oder ob es sich um einen tragischen Unfall handelte.
Ermittlungen im vollen Gange
Nach Informationen von mehreren österreichischen Medien hat die Polizei alle anwesenden Personen der Grillfeier bereits einvernommen. Dabei konnten bislang keine konkreten Hinweise auf einen Streit oder eine Auseinandersetzung festgestellt werden. „Wir prüfen weiterhin beide Szenarien – sowohl ein Unfall als auch ein vorsätzliches Handeln kommen in Betracht“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.
Experten zur ungewöhnlichen Todesursache
Forensische Experten weisen darauf hin, dass die geringe Größe des Projektils und die unauffällige Eintrittswunde typisch für Verletzungen durch Luftdruckwaffen sind. Solche Verletzungen werden oft erst spät erkannt. Die Gerichtsmedizin stuft den Verlauf als selten, aber durchaus möglich ein, was erklärt, warum die Ermittler nach wie vor beide Möglichkeiten – Unfall oder Vorsatz – in Betracht ziehen.
📍 Ort des Geschehens