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Abzock-Alarm

Beliebte Urlaubsinsel verlangt 100 Euro für ein Bier!

Beliebte Urlaubsinsel verlangt 100 Euro für ein Bier!
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Auf Mykonos lockt eine Strandbar mit Traumblick – und schockt mit 100-Euro-Bier. Die Masche ist so dreist, dass Tripadvisor jetzt offiziell vor dem Lokal warnt.

Eine Strandbar auf Mykonos sorgt mit extremen Preisen für Aufsehen. Während Urlauber in beliebten Mittelmeerregionen generell mit höheren Kosten für Getränke rechnen müssen, überschreitet ein bestimmtes Lokal auf der griechischen Insel offenbar jegliche Grenzen des Angemessenen. Die Situation hat inzwischen sogar die Bewertungsplattform Tripadvisor auf den Plan gerufen.

Die Plattform hat mittlerweile einen offiziellen Warnhinweis auf der Profilseite des Lokals platziert. „Tripadvisor wurde auf aktuelle Medienberichte zu diesem Betrieb aufmerksam gemacht, die möglicherweise nicht in den Bewertungen reflektiert werden. Wir empfehlen Nutzern, vor einem Besuch weitere Recherchen anzustellen,“ lautet die unmissverständliche Botschaft an potenzielle Gäste.

Empörte Gäste

Auf der Bewertungsplattform häufen sich negative Erfahrungsberichte über das Strandlokal, das mit „außergewöhnlicher Atmosphäre, erstklassigem Service und traumhaftem Meerblick“ für sich wirbt. Ein britischer Gast berichtete kürzlich von seinem Erlebnis: Als er nach einer Preiskarte fragte, wurde ihm stattdessen umgehend ein Liter Bier für 100 Euro angeboten. „Nach unserer Ablehnung versuchten sie sofort, mit dem Preis herunterzugehen. Wir zogen weiter und fanden eine andere Bar, wo wir für ein Bier nur 7 Euro zahlten und die Stimmung deutlich angenehmer war.“

Ein weiterer Fall zeigt das offenbar systematische Vorgehen des Lokals. Eine Besucherin und ihre drei Begleiter wurden mit kostenlosen Liegestühlen angelockt. Ohne jemals eine Preisliste gesehen zu haben, bestellten sie Getränke und erhielten anschließend eine Rechnung über knapp 400 Euro. „Zu unserem Entsetzen stellten wir fest, dass man uns mehr Getränke berechnet hatte, als wir bestellt hatten“ – darunter ein angeblich kostenloses Getränk. Selbst Softdrinks, wie Cola, kosten 35 Euro!

Behördliche Konsequenzen

Die fragwürdigen Geschäftspraktiken der Strandbar sind den Behörden bereits seit längerem bekannt. Vor drei Jahren schritt die griechische Regierung nach Beschwerden und einer Klage gegen das Etablissement ein. Der damalige Tourismusminister Vassillis Kikilias ordnete eine Überprüfung an, bei der mehrere Steuerverstöße aufgedeckt wurden.

Laut der griechischen Zeitung „Proto Thema“ mussten die Eigentümer daraufhin eine Geldstrafe in Höhe von 31.000 Euro entrichten.

Kein Einzelfall im Mittelmeerraum

Das Phänomen der Preisabzocke ist nicht auf Mykonos beschränkt. Auch auf anderen beliebten Urlaubsinseln wie Santorini mehren sich Berichte über exorbitante Preise und unklare Abrechnungspraktiken in Strandbars und Restaurants. Die Methoden ähneln sich: versteckte Kosten, fehlende Preislisten oder nachträgliche Änderungen an Rechnungen.

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Die Regierungen im Mittelmeerraum reagieren zunehmend auf diese Praktiken. In Italien und Spanien haben die Behörden bereits strengere Gesetze zur Preistransparenz in touristischen Gebieten erlassen. Diese verpflichten Gastronomiebetriebe unter anderem dazu, Preislisten gut sichtbar anzubringen und verbieten unfaire Handelspraktiken. Auch in Griechenland hat die Regierung den Kampf gegen Preisabzocken verstärkt und führt in der Hochsaison vermehrt Kontrollen durch.

Verbraucherschützer raten Touristinnen und Touristen, vor einer Bestellung immer nach aktuellen Preislisten zu fragen und Rechnungen genau zu prüfen. Im Zweifelsfall sollten sie sich nicht scheuen, fragwürdige Praktiken bei den örtlichen Behörden oder auf Bewertungsplattformen zu melden.

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KO KOSMO-Redaktion
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