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Kollaps

Nur mit C1-Niveau“: Unis fordern Sprach-Hürden für Nicht-EU-Studenten

Nur mit C1-Niveau“: Unis fordern Sprach-Hürden für Nicht-EU-Studenten
Symbolfoto. FOTO: iStock/kasto80
3 Min. Lesezeit |

Der Ansturm auf Österreichs Hochschulen bringt die Verwaltung an ihre Grenzen. Nun fordern die Universitäten schärfere Sprachkriterien für Nicht-EU-Bewerber.

Österreichs Hochschulen drängen auf verschärfte Zugangsbedingungen für Studierende aus Nicht-EU-Staaten. Hintergrund ist der wachsende Verwaltungsaufwand, der zu längeren Bearbeitungszeiten und schlechteren Studienbedingungen für alle Betroffenen führt. Die Universitätenkonferenz plädiert konkret für höhere Anforderungen an die Deutschkenntnisse und verlangt, dass Bewerbungsunterlagen vollständig sein müssen, bevor das Zulassungsverfahren überhaupt beginnt.

Die Zahlen sprechen für sich: Von den 49.000 Drittstaatsangehörigen, die 2024 einen Studienplatz beantragten, verfügten nur etwa 25.000 über ausreichende Deutschkenntnisse für ein reguläres Studium. Die Hochschulen betonen dabei, dass es nicht darum geht, weniger internationale Studierende aufzunehmen. Vielmehr sollen zugelassene Kandidaten rascher ins eigentliche Studium einsteigen können.

Sprachliche Hürden

Das Problem: Während für die formale Zulassung lediglich Sprachniveau A2 erforderlich ist, setzen die meisten Studiengänge für den tatsächlichen Beginn Kenntnisse auf B2- oder C1-Niveau voraus. Eine Anhebung der sprachlichen Anforderungen könnte mehrfach positive Effekte erzielen. Neben besseren Studienerfolgen ließe sich auch die hohe Abbrecherquote in den Vorstudienlehrgängen senken.

Derzeit müssen viele Bewerber als außerordentliche Hörer zunächst Deutsch lernen, bevor sie ihr eigentliches Studium beginnen können. Die Universitäten gehen davon aus, dass höhere Sprachanforderungen von Beginn an die Erfolgswahrscheinlichkeit steigern und das Risiko verringern, dass Studierende das Land verlassen müssen, weil sie das erforderliche C1-Niveau nicht erreichen.

Unvollständige Anträge

Zusätzliche Schwierigkeiten verursachen unvollständige Bewerbungsunterlagen, die den Zulassungsprozess erheblich verzögern. Die Technische Universität Wien kritisiert besonders, dass lückenhafte Anträge zu zeitaufwendigen Nachbesserungsschleifen führen und die Bearbeitungszeit deutlich verlängern. Daher fordern die Hochschulen, künftig nur noch vollständige Anträge zu bearbeiten.

Für eine ordentliche Studierendenzulassung aus Nicht-EU-Staaten müssen alle erforderlichen Dokumente inklusive Reifezeugnis, Studienplatznachweis und amtlich beglaubigte Übersetzungen vorgelegt werden. Fehlt auch nur ein Dokument, wird die Bearbeitung ausgesetzt, bis alle Nachweise nachgereicht wurden – ein Prozess, der das Zulassungsverfahren erheblich in die Länge ziehen kann.

Auch die Studierendenombudsstelle unterstützt strengere Sprachanforderungen. Dies würde nicht nur die Erfolgschancen im Studium verbessern, sondern auch die Gesamtzahl der Anträge reduzieren.

Im vergangenen Studienjahr wandten sich zahlreiche Studierende an die Ombudsstelle, weil verzögerte Zulassungsentscheidungen zu Problemen bei Visumsanträgen und anderen behördlichen Angelegenheiten führten.

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KO KOSMO-Redaktion
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