Pensionisten müssen ab 2025 tiefer in die Tasche greifen: Die Krankenversicherungsbeiträge steigen deutlich, während gleichzeitig Entlastungen für Geringverdiener geplant sind.
Die Krankenversicherungsbeiträge für Pensionisten steigen ab Juni 2025 von 5,1 auf 6,0 Prozent. Diese im Regierungsprogramm verankerte Maßnahme soll rund 270 Millionen Euro einsparen und ist Teil des Konsolidierungskurses angesichts eines deutlich höheren Budgetdefizits als ursprünglich prognostiziert.
Für Pensionsbezieher bedeutet dies spürbare Einbußen bei den monatlichen Auszahlungen. Nach den aktuellen PVA-Daten (Pensionsversicherungsanstalt) erhalten Männer derzeit durchschnittlich 2.321,40 Euro brutto monatlich, Frauen 1.594,24 Euro. Mit der für 2025 geplanten Pensionserhöhung würden diese Beträge auf 2.428,18 Euro beziehungsweise 1.667,58 Euro ansteigen. Nach Abzug aller Beiträge verblieben dann 2.042,37 Euro netto für Männer und 1.570,98 Euro für Frauen.
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Finanzielle Auswirkungen
Die Anhebung des Krankenversicherungsbeitrags schmälert diese Beträge jedoch merklich. Männliche Pensionisten müssen mit einem Minus von 13,04 Euro monatlich rechnen, was einem Jahresverlust von 182,56 Euro entspricht. Ihre durchschnittliche Nettopension sinkt auf 2.029,32 Euro. Frauen, die ohnehin deutlich geringere Altersbezüge erhalten, verlieren monatlich 12,01 Euro oder jährlich 168,14 Euro – ihre Durchschnittspension schrumpft auf 1.558,98 Euro netto.
Bereits zu Jahresbeginn kursierten während der Koalitionsverhandlungen Gerüchte über diese Anpassungen. Während die Österreicher bei der Steuerausgleichsabrechnung heuer im Schnitt 1.000 Euro für ihre Beiträge zurückerhalten, sinken gleichzeitig die Pensionshöhen.
Geplante Entlastungen
Als flankierende Maßnahme plant die Bundesregierung Entlastungen für Bezieher kleinerer Pensionen durch eine Senkung der Rezeptgebühren.