Binnen Sekunden verwandelte ein Sturm die Adriaküste in eine Katastrophenzone. In Split stehen Straßen unter Wasser, während Verletzte in Krankenhäuser gebracht werden.
Ein heftiges Unwetter hat am Morgen die kroatische Adriaküste heimgesucht. Der Sturm setzte gegen 8:50 Uhr ein und zog mit zerstörerischer Kraft über die Region. Begleitet von starkem Hagelschlag und Regenfällen, die bis zum Mittag anhielten, traf das Unwetter besonders die Gegend um Split schwer. Teile der Stadt standen unter Wasser, der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen. Neben zahlreichen Gebäuden wurde auch das Stadion des Fußballvereins Hajduk Split in Mitleidenschaft gezogen. Der Sturm entwurzelte Bäume und beschädigte im Hafen mehrere Boote sowie eine Fähre.
⇢ Flixbus kommt von der Fahrbahn ab – 20 Verletzte
Das Unwetter entwickelte sich binnen Sekunden, war laut Augenzeugen von kurzer Dauer, richtete jedoch erhebliche Schäden an. „So schnell wie er kam, so schnell war er auch wieder verschwunden“, berichtet eine Leserin Večernji list (kroatische Tageszeitung), fügte aber hinzu, dass sie so etwas noch nie erlebt habe. Die Straßen wurden in kürzester Zeit überflutet. Viele Menschen wurden vom plötzlichen Unwetter überrascht. Zeugen berichten, dass von allen Seiten Hilferufe zu hören waren.
Verletzte und Rettungseinsätze
Leo Luetic, Direktor des Rettungsdienstes in Split, bestätigte gegenüber Tportal (kroatisches Nachrichtenportal), dass die Einsatzkräfte zu zwanzig Notfällen gerufen wurden. Zwei Personen erlitten Verletzungen durch umstürzende Bäume. „Die meisten wurden leicht verletzt, mit Ausnahme einer Frau mit einer Brustverletzung, die sich aber mittlerweile außer Lebensgefahr befindet. Wir haben außerdem eine durch einen Stromschlag verursachte Verletzung registriert“, sagte Luetic. Nach seinen Angaben wurden die meisten Opfer an den Stränden Bene und Prva Voda auf Marjan verzeichnet, wo der Sturm zahlreiche Bäume umwarf.
Medizinische Versorgung
Nach Angaben von 24sata (kroatische Nachrichtenwebsite) wurden in der Zentralen Notaufnahme des KBC Split (Klinisches Krankenhauszentrum Split) bislang 24 Patienten medizinisch versorgt. Es handelt sich überwiegend um leichtere Verletzungen wie Knochenbrüche, Prellungen und Schürfwunden.
Historische Gebäude beschädigt
Besonders betroffen sind auch wichtige Wahrzeichen der Stadt. Neben dem Poljud-Stadion, Heimstätte des Fußballvereins Hajduk Split, wurden auch Teile des UNESCO-Weltkulturerbes Diokletianpalast in Mitleidenschaft gezogen. In mehreren Stadtteilen kam es zu Stromausfällen, während im Hafen einige Schiffe kollidierten. Besonders viele Einsätze wurden im Stadtteil Spinut sowie an den Stränden Bene und Prva Voda registriert, wo zahlreiche Urlauber vom Unwetter überrascht wurden.
Das vollständige Ausmaß der Schäden in der Stadt ist derzeit noch nicht erfasst, erste Schätzungen deuten jedoch auf beträchtliche Zerstörungen hin.
📍 Ort des Geschehens