Seit 1935 prägt BLITZBLANK die Reinigungsbranche in Österreich. Das Familienunternehmen verbindet Tradition mit Innovation und steht für Qualität, Nachhaltigkeit und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
90 Jahre BLITZBLANK – eine Zahl, die beeindruckt. Dahinter steckt jedoch nicht nur die Geschichte eines erfolgreichen Unternehmens, sondern auch eine Geschichte über Zusammenhalt, Vertrauen und Generationen. Gefeiert wurde dieses Jubiläum im Spätsommer im Schweizerhaus – mit rund 600 Gästen. MitarbeiterInnen mit ihren Familien, FreundInnen und WegbegleiterInnen kamen zusammen. Es war keine steife Feier mit langen Reden, sondern ein großes Miteinander. „Es war ein großes Familientreffen“, sagt Mario Reichel. Besser kann man es nicht beschreiben.
Zwischen Bierkrügen, Stelze und Stimmengewirr wurde an diesem Tag nicht nur das Unternehmen gefeiert, sondern auch die Menschen dahinter. Männer, Frauen, Kinder – alle waren eingeladen. „Wir wollten kein offizielles Fest mit endlosen Ansprachen, sondern ein Treffen, bei dem wirklich jede und jeder dazugehört“, erzählt Errol Reichel. „Alle MitarbeiterInnen, ihre Familien, ihre Kinder – es sollte sich so anfühlen wie ein Beisammensein zu Hause.“
Genau dieses Gefühl macht BLITZBLANK bis heute aus. Obwohl das Unternehmen mittlerweile in ganz Österreich tätig ist und mehr als 1.600 MitarbeiterInnen beschäftigt, spürt man die Nähe und Vertrautheit. Vielleicht liegt es daran, dass BLITZBLANK seit seiner Gründung ein Familienunternehmen geblieben ist – über drei Generationen hinweg.

Fotos: CrownCapture GmbH
Die Geschichte beginnt 1935 mit Hans F. Reichel. Nach dem Zweiten Weltkrieg musste er fast von vorne anfangen. „Mein Vater hat damals mit fünf, sechs Beschäftigten begonnen“, erinnert sich sein Sohn Errol, heute 70 Jahre alt. „Als ich einstieg, waren es dreißig, vierzig MitarbeiterInnen – das war die Basis.“ Damals waren es vor allem Baustellen- und Gemeindereinigungen, die anstanden. Wien war im Wiederaufbau, jede helfende Hand wurde gebraucht. „Es war eine andere Zeit, aber wir haben immer gesehen: Ohne Menschen, die anpacken, geht gar nichts.“
Heute ist BLITZBLANK ein führendes österreichisches Reinigungsunternehmen. Aus den kleinen Anfängen wurde ein Betrieb, der Krankenhäuser, Hotels, Büros und ganze Industrieanlagen betreut. Das Wichtigste sei laut Errol jedoch geblieben: „Stolz bin ich nicht auf mich selbst, sondern auf alle Generationen von MitarbeiterInnen, die dazu beigetragen haben.“
Über Jahrzehnte hinweg hat er das Unternehmen geführt, Netzwerke aufgebaut, neue Kunden gewonnen und Ideen eingebracht. Doch irgendwann kam der Moment, loszulassen. „Ich habe meinen Söhnen immer Freiheit gelassen“, sagt er. „Fehler gehören dazu, aber man sollte sie nur einmal machen.“ Ein Satz, den er selbst von seinem Vater gehört hat – und der heute für die dritte Generation gilt.
Seit einigen Jahren tragen die Brüder Mario und Lorenz die Hauptverantwortung. Errol bleibt dabei nicht außen vor: Er begleitet Übergaben, betreut langjährige Kunden und steht mit seinem Wissen zur Seite. „Wenn wir einen neuen Auftrag bekommen, den ich ins Haus bringe, dann begleite ich den Kunden noch eine Zeit lang persönlich, weil da Vertrauen entstanden ist. Aber irgendwann übergebe ich es in die Struktur, damit die Dienstleistung im Alltag weiterläuft.“
Mario hat vor allem die ökologische Transformation vorangetrieben. „Am Anfang gab es viele kritische Stimmen“, erinnert er sich. „Aber heute sind wir stolz, Vorreiter nachhaltiger Reinigungsdienstleistungen in Österreich zu sein.“ Dass BLITZBLANK heute in diesem Bereich zu den Vorreitern zählt, war nicht selbstverständlich. Es brauchte Mut, die MitarbeiterInnen auf diesem Weg mitzunehmen. „Manche haben am Anfang gefragt: Was soll das? Aber jetzt sehen wir, dass es Sinn macht.“

Fotos: CrownCapture GmbH
Neben Nachhaltigkeit spielen auch klare Strukturen eine Rolle. „Je größer ein Unternehmen wird, desto klarer müssen die Abläufe sein“, erklärt Mario. „Früher war das nicht nötig, da konnte man vieles direkt klären. Heute braucht es Prozesse, damit jede und jeder weiß, wohin er oder sie sich wenden kann.“ Digitalisierung, Robotik, neue Standorte in den Bundesländern und der Ausbau in Berlin – das sind die nächsten Schritte.
Bei all dem bleibt die familiäre Kultur ein Fixpunkt. „Für mich ist es ein Segen, in einem Familienunternehmen arbeiten zu dürfen“, sagt Mario. „Aber es braucht auch Disziplin, bei Geburtstagen nicht über das Geschäft zu reden.“ Denn auch das gehört dazu: Familie bleibt Familie, selbst wenn man beruflich eng zusammenarbeitet.
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