Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Verbraucherschutz

Nach OGH-Urteil: Diese Kunden können bis zu 180 Euro zurückholen

Nach OGH-Urteil: Diese Kunden können bis zu 180 Euro zurückholen
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen DAZN geht der Verbraucherschutz in die Offensive: Sportfans könnten jetzt laut finanz.at Hunderte Euro zurückbekommen.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) nimmt den Streamingdienst DAZN rechtlich ins Visier. Nachdem der Oberste Gerichtshof im März 2025 mehrere Klauseln in den Geschäftsbedingungen für rechtswidrig erklärt hatte, fordert der VKI nun Rückzahlungen für betroffene Kunden. Die beanstandeten AGB-Passagen hatten DAZN ermöglicht, Preise und Vertragsbedingungen ohne Kundenzustimmung zu ändern. Auf dieser Grundlage hatte der Sportstreaming-Anbieter mehrfach die Gebühren angehoben – besonders drastisch im August 2022, als sich der Monatspreis von 14,99 auf 29,99 Euro verdoppelte. Da diese Preiserhöhungen laut VKI nun ohne rechtliche Grundlage erfolgten, stehen Abonnenten Rückerstattungen zu.

Die finanziellen Ansprüche der Kunden unterscheiden sich je nach Abonnementdauer und -zeitpunkt. „Die Höhe der Rückforderungen ist abhängig von Zeitpunkt und Dauer des jeweiligen Abonnements. Bei einem durchgängigen Abonnement seit dem Jahr 2022 beträgt der Schaden beispielsweise 180 Euro pro Jahr“, erklärt Stefan Schreiner vom VKI in einer Pressemitteilung.

Sammelaktion gestartet

Der Verbraucherschutzverein hat eine Sammelaktion ins Leben gerufen, um Betroffenen die Durchsetzung ihrer Ansprüche zu erleichtern. In einem ersten Schritt werden die Forderungen der teilnehmenden Konsumenten gebündelt und zunächst außergerichtlich gegenüber DAZN geltend gemacht. Die Teilnahme an der Initiative ist kostenfrei. „Mit unserer Sammelaktion wollen wir nun allen Betroffenen eine unkomplizierte Möglichkeit bieten, ihre Ansprüche auch tatsächlich geltend zu machen und dafür sorgen, dass sich unzulässige Preiserhöhungen nicht durchsetzen.“

Erfolgreiche Präzedenzfälle

Die Aktion reiht sich in eine Serie ähnlicher Verbraucherschutzmaßnahmen ein. Im Zuge der allgemeinen Teuerungswelle der vergangenen Jahre hatten sowohl der VKI als auch der Verbraucherschutzverein (VSV) wiederholt gegen erhebliche Preiserhöhungen verschiedener Abonnementdienste interveniert. Mehrfach konnten dabei Rückzahlungen für Kunden von Streaming-Plattformen und Mobilfunkanbietern durchgesetzt werden. Nach erfolgreichen Klagen in den vergangenen zwei Jahren setzt der VKI sein Engagement gegen unzulässige Preiserhöhungen weiterer Streaming-Dienste fort.

Betroffene können mit Rückzahlungen von bis zu 180 Euro rechnen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen