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LANA BASTAŠIĆ

Bosnische Schriftstellerin erhält Europäischen Literaturpreis

(FOTO: Instagram-Screenshots)

Der Debütroman „Fang den Hasen“ („Uhvati zeca“) der bosnischen Schriftstellerin Lana Bastašić wurde mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet.

„Als junge Mädchen waren sie unzertrennlich, obwohl sie gegensätzlicher nicht sein könnten: Lejla, die Schamlose, Unbändige. Sara, die besonnene Tochter des Polizeichefs. Eine zwiespältige Nähe aus Befremden und Anziehung. Eine außergewöhnliche Freundschaft, die plötzlich zerfiel wie das Land, in dem sie aufwuchsen. 12 Jahre ist es her, als Sara Bosnien verließ, um an einem besseren Ort ein neues Leben zu beginnen. 12 Jahre absoluter Funkstille, als ein Anruf sie in die verlorene Heimat zurückbringt. Die Rückkehr wird kein harmloses Wiedersehen zweier Kindheitsfreundinnen“, lautet der Klappentext von Bastašić Erstlingswerk.

Die Autorin wurde 1986 in Zagreb geboren und wuchs nach dem Zerfall Jugoslawiens in Bosnien-Herzegowina, genauer gesagt in Banja Luka auf. Dort schloss sie das Studium der Anglistik ab und übersetzte „Fang den Hasen“ auch selbst ins Englische. Dies erlaubte ihr, auch den internationalen Markt zu erobern.

Auch wenn die Roadnovel zum Teil im vom Krieg gebeutelten Bosnien spielt, wo der Nationalismus am Aufkeimen ist, so werden diese Dinge im Buch selbst nie namentlich genannt. Verpackt unter der Metapher „Dunkelheit“ und „Es“ begeben sich die zwei Freundinnen auf die Suche nach dem verschwundenen Bruder Armin. Der Roman ist jedoch keine einfache Suche nach einer vermissten Person, sondern vielmehr nach Antworten auf Fragen nach der eigenen Identität: „Wer bin ich und wo komme ich her, wenn wir doch immer in Bosnien sind?“

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