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Konkurrenzkampf

Brandbeschleuniger am Brunnenmarkt: Halal-Händler zündet Konkurrenz an

Brandbeschleuniger am Brunnenmarkt: Halal-Händler zündet Konkurrenz an
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Marktstand, ein Rachefeldzug, Benzinkanister – ein Wiener Konkurrenzkampf endet vor Gericht.

Ein erbitterter Streit zwischen zwei syrischen Marktstand-Betreibern am Brunnenmarkt in Wien-Ottakring hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Vier junge Männer aus dem gleichen Herkunftsland mussten sich vor dem Wiener Straflandesgericht für schwere Sachbeschädigung und Brandstiftung verantworten. In der Nacht auf den 24. Juli hatten sie, vermummt und mit Eisenstangen ausgerüstet, den neu eröffneten Stand des Konkurrenten gestürmt und die Glasfront demoliert – der entstandene Sachschaden belief sich auf rund 4.600 Euro.

Benzin & Brandstiftung

Damit war die Eskalation jedoch noch nicht beendet. Ein Mitarbeiter des betroffenen Halal-Fleisch-Händlers soll in der Folge eine Gruppe angeheuert haben, der als Gegenleistung Geld und Drogen in Aussicht gestellt wurden. Anfang August rückte diese Gruppe mit mehreren Kanistern Benzin an, verteilte den Brandbeschleuniger und zündete den Shop an. Nur das rechtzeitige Eingreifen der Feuerwehr verhinderte eine weitaus schlimmere Katastrophe.

Den Ermittlern fiel die Aufklärung des Falls letztlich nicht schwer: Benzinspuren an den Schuhen zweier Verdächtiger sowie belastendes Videomaterial auf deren Mobiltelefonen führten zur Ausforschung aller Beteiligten. Verteidiger Andreas Reichenbach brachte es vor Gericht auf den Punkt: „Ich fass‘ mich kurz, sie sind geständig. Das Ganze ist aus einem erbitterten Konkurrenzkampf resultiert.“ Der Auftraggeber – der ebenfalls strafrechtlich verfolgt wird – habe schlicht nicht hinnehmen wollen, dass sein ehemaliger Mitarbeiter „direkt vor seiner Nase selbstständig machte“, woraufhin „alles eskaliert“ sei.

Urteil Ausstehend

Ein Urteil war zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht gefällt worden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Alle vier Angeklagten weisen als offizielles Geburtsdatum den 1. Jänner auf – ein in Asylverfahren nicht unbekanntes Phänomen – und gingen seit ihrer Ankunft in Wien kaum einer geregelten Beschäftigung nach. Einer von ihnen hatte immerhin einen Alphabetisierungskurs absolviert.

Gemeinsam sollen sie im vergangenen Sommer nach Art einer organisierten Bande einen Konkurrenten im Halal-Fleischhandel eingeschüchtert haben.

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KO KOSMO-Redaktion
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