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Regulierung

ChatGPT bekommt neue Regeln: Das ändert sich jetzt für Millionen Nutzer

ChatGPT bekommt neue Regeln: Das ändert sich jetzt für Millionen Nutzer
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Brüssel zieht die Zügel an: ChatGPT steht künftig unter verschärfter EU-Aufsicht – mit konkreten Folgen für Millionen Nutzer.

Die Europäische Union hat ChatGPT, den KI-Chatbot des US-Unternehmens OpenAI, offiziell als „sehr große Suchmaschine“ eingestuft. Damit unterliegt der Dienst künftig den verschärften Auflagen des Gesetzes über digitale Dienste, kurz DSA.

Neue DSA-Einstufung

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die Nutzerzahl: ChatGPT hat die im DSA verankerte Schwelle von 45 Millionen aktiven Nutzern in der EU überschritten und fällt damit in die Kategorie jener Dienste, die einer intensiveren Aufsicht bedürfen. Für das Jahr 2025 meldete OpenAI bereits mehr als 100 Millionen monatlich aktive Nutzer weltweit. Die EU-Kommission hat die Einstufung offiziell bestätigt.

Die neuen Verpflichtungen sind umfangreich: ChatGPT muss jährliche Risikobewertungen zu systemischen Risiken durchführen – darunter illegale Inhalte, Gefährdungen von Grundrechten, öffentlicher Sicherheit, Wahlprozessen sowie Schutz Minderjähriger und psychischer Gesundheit. Darauf basierend sind angemessene Risikominderungsmaßnahmen umzusetzen. Zudem muss OpenAI eine interne Compliance-Funktion einrichten, jährliche unabhängige Audits durchführen und die Risiko- und Auditberichte veröffentlichen. Weitere Pflichten umfassen ein öffentlich zugängliches Werberepositorium sowie mindestens eine Empfehlungsoption ohne Nutzerprofiling.

Gleichzeitig wurden auch Reddit und Roblox neu kategorisiert – beide Plattformen gelten fortan als „sehr große Online-Plattformen“ im Sinne des DSA. Alle betroffenen Dienste sind verpflichtet, die daraus resultierenden Anforderungen bis Ende November umzusetzen. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Inhalte sowie ein verstärkter Schutz Minderjähriger.

Zuständige Behörden

Für die Aufsicht über ChatGPT und Reddit ist die irische Medienaufsichtsbehörde zuständig, während Roblox der niederländischen Regulierungsbehörde untersteht. Die EU-Kommission begründete die Einstufung mit dem Hinweis: „Da diese Dienste es Nutzern ermöglichen, Inhalte Dritter öffentlich zu verbreiten, gelten sie im Sinne des DSA als Online-Plattformen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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