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Eklat

Deine Mutter“: Trumps Pressesprecherin attackiert Journalisten

Deine Mutter“: Trumps Pressesprecherin attackiert Journalisten
(FOTO: EPA Images / Jim Lo Scalzo)
3 Min. Lesezeit |

Trumps geplantes Treffen mit Putin in Budapest sorgt für Zündstoff – und einen bizarren Schlagabtausch zwischen Weißem Haus und Presse mit überraschend persönlichen Attacken.

Donald Trump plant ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Budapest. Ein konkreter Termin für die Zusammenkunft steht zwar noch nicht fest, doch der US-Präsident hat bereits die ungarische Hauptstadt als Verhandlungsort angekündigt. Die Co-Vorsitzende der AfD-Fraktion Alice Weidel begrüßte am Montag diese Ortswahl ausdrücklich. „Es gibt keinen besseren Ort auf der Welt als Budapest, um darüber zu sprechen, wie Frieden in Europa geschaffen werden könne“, erklärte sie.

Die Ankündigung des Treffensortes führte zu einer ungewöhnlichen Auseinandersetzung zwischen einem Journalisten und dem Weißen Haus. S.V. Dáte von der „HuffPost“ richtete per SMS eine Anfrage an Karoline Leavitt, die Pressesprecherin des Weißen Hauses. Er verwies auf die historische Bedeutung des Budapester Memorandums – jener Vereinbarung aus dem Jahr 1994, in der die USA, Großbritannien und Russland der Ukraine Sicherheitsgarantien zusagten, nachdem diese auf ihr Atomwaffenarsenal verzichtet hatte. „Sieht er nicht, warum die Ukraine Einwände gegen diesen Standort haben könnte? Wer hat Budapest vorgeschlagen?“, wollte Dáte wissen.

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Eskalierender Schlagabtausch

Die Antwort der Pressesprecherin fiel überraschend informell aus: „Deine Mutter hat das getan“ – eine Formulierung, die an einen veralteten Jugendslang erinnert. Als der Journalist nachhakte, ob sie diese Reaktion für angemessen halte, verschärfte Leavitt den Ton: „Ich finde es komisch, dass Sie sich tatsächlich als eine Zeitschrift betrachten.“ Niemand nehme ihn ernst, selbst seine Kollegen nicht. „Sie sagen es dir nur nicht ins Gesicht. Hör auf, mir deine unaufrichtigen, voreingenommenen und bescheuerten Fragen zu schicken.“

Den Chatverlauf veröffentlichte Leavitt anschließend selbst auf der Plattform X. „SV Dáte von der ,Huffington Post‘ ist kein Journalist, der sich für Fakten interessiert“, kommentierte sie den Screenshot. „Er ist ein linker Schreiberling, der Präsident Trump seit Jahren konsequent angreift und mein Telefon ständig mit Argumenten der Demokraten bombardiert.“ Mit seinem Verhalten erweise er seinem Berufsstand einen Bärendienst.

Dates Gegendarstellung

Der Journalist wehrte sich gegen diese Charakterisierung und kritisierte die „persönlichen Angriffe“ der Pressesprecherin als Versuch, ihn und sein Medium zu diskreditieren. Auf den Vorwurf, „kein Journalist“ zu sein, entgegnete er: „Ich habe das schon zwölf Jahre lang beruflich gemacht, bevor sie überhaupt geboren wurde.“ In mehreren Beiträgen auf X skizzierte Dáte daraufhin seinen beruflichen Werdegang und betonte besonders seine Erfahrung in der Kriminal- und Gerichtsberichterstattung.

„Viel zu viele Reporter“ hätten niemals über Polizeiarbeit und lokale Strafprozesse berichtet, führte Dáte aus. „Man lernt eine Menge über das Leben.“ In Bezug auf den Präsidenten wurde er deutlich: Donald Trump habe einen Putschversuch unternommen und nutze – „mehr als jeder Präsident vor ihm“ – sein Amt zur persönlichen Bereicherung.

„Trump ist weder ‚konservativ‘ noch ‚liberal‘ oder sonst etwas in der Art. Er ist ein Betrüger und mittlerweile auch ein Krimineller, der uns jeden Tag näher an eine Autokratie heranführt.“

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KO KOSMO-Redaktion
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