Start NEWS PANORAMA Deutsche Wissenschaftler wollen Corona-Medikament in Bosnien gefunden haben
HEILPFLANZE

Deutsche Wissenschaftler wollen Corona-Medikament in Bosnien gefunden haben

(FOTO: Slatkinpelin.com, iStockphoto)

Während die gesamte Welt auf eine Impfung gegen das Coronavirus wartet, fanden deutsche Wissenschaftler heraus, dass der Einjährige Beifuß als Heilmittel gegen das Virus eingesetzt werden kann. Diese Pflanze wächst in der Herzegowina.

Das Rennen um einen Impfstoff bestimmt seit Monaten die medizinische Forschung. Allerdings wird es mindestens noch bis zum Frühjahr 2021 dauern, bis ein wirksamer Impfstoff am Weltmarkt verfügbar ist. Ebenso eifrig wird an einem Medikament gegen COVID-19 geforscht, wobei hier der Einjährige Beifuß eine wichtige Rolle spielen könnte.

Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut fanden heraus, dass diese seit Jahrhunderten bekannte Heilpflanze als Corona-Medikament eingesetzt werden könnte. Die ersten Forschungsergebnisse seien sogar so überzeugend, dass man eine klinische Studie andenke. Wie „Deutsche Welle“ berichtet, soll das Extrakt des Einjährigen Beifußes (Artemisia annua) eine besonders gute Wirkung im Kampf gegen SARS-CoV-2 gezeigt haben.

Großbauer in der Herzegowina
Die Nachricht von einer möglichen Heilwirkung des Einjährigen Beifußes überraschte Petar Mihić aus Ljubinje nicht im Geringsten. Er ist bereits seit Jahren der einzige Landwirt in Bosnien-Herzegowina, der diese Pflanze im großen Stil biologisch anbaut. „Als man vor einigen Jahren in der Herzegowina damit anfing, massenweise Strohblumen anzubauen – ebenfalls eine Heilpflanze, wollte ich etwas anderes machen. Ich habe gelesen, dass der Einjährige Beifuß in der traditionellen Chinesischen Medizin bereits seit Jahrtausenden gegen Krebs und andere Krankheiten verwendet wird. Und so hat mein Abenteuer mit dem Bio-Anbau des Einjährigen Beifußes begonnen.“

Hausmittel in Bosnien
Der Einjährige Beifuß wird auch in Bosnien bereits über Jahrhunderte hinweg als Hausmittel verwendet und oftmals wächst diese Pflanze unbemerkt als Unkraut.  Dr. Andrea Jurić erklärte im „Deutsche Welle“-Interview, dass es im Habitus der Menschen in Herzegowina liege, natürliche Heilmittel zu verwenden. „Dies liegt unter anderem daran, dass in diesem Gebiet viele Heilpflanzen wachsen. Ich habe davon gehört, dass Menschen hierzulande Beifuß-Tee getrunken gegen COVID-19 getrunken haben. Es wäre also sehr interessant zu sehen, wie sich diese Pflanze in einer klinischen Studie beweisen würde“, so die Epidemiologin.

Beifuß gegen Malaria
Dieser Meinung schloss sich auch der bosnische Internist und Immunologe Jasenko Karamehić an: „All das macht Sinn, da der Einjährige Beifuß gegen Malaria zum Einsatz kommt. Medikamente wie Chloroquin und andere gehören zu jener Medikamenten Gruppe, die eine ähnliche Wirkung wie Remdesivir, oder andere retro-, bzw. antivirale Medikamente aufweisen“, so der Experte.

Aus diesem Grund gebe es laut Karamehić eine „Verbindung, die er als immunpharmakologe nachvollziehen könne“. Er betonte jedoch, dass es sich um kein spezifisches, sondern ein spezifisch-unspezifisches Medikament handle. „Das bedeutet, dass es eine bestimmte Wirkung hat.“