„Diaspora on the road“: Diese 3 Musketiere fuhren mit dem Rad von...

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„Diaspora on the road“: Diese 3 Musketiere fuhren mit dem Rad von Wien nach Brčko!

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Radtour
FOTO: zVg.

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Knapp 600 Kilometer – 597 um genau zu sein – legte ein Wiener Trio Ende Juni auf seinen Fahrrädern zurück, als es beschloss ein kleines Dorf namens „Boće“ nahe des selbstverwaltenden Gebietes Brčko-Distrikt im Nordosten von Bosnien-Herzegowina zu bereisen.

Zwei von ihnen wurden dort nämlich geboren, während sich ein Freund aus der Großgemeinde Tomislavgrad auch auf diese abenteuerliche Reise einließ. „Wir sind im Laufe unseres Lebens immer wieder mit dem Auto, mit dem Bus und allen anderen erdenklichen Transportmöglichkeiten an unsere Geburtsorte gereist…nun war es an der Zeit, es mit dem Fahrrad zu versuchen“, erklärte uns Peša (49), einer der drei Abenteurer erfreut.

Die „drei Musketiere“ – wie sie im Ort inzwischen genannt werden – machten sich am 22. Juni dieses Jahres gegen 8.00 Uhr morgens von der Marktgemeinde Himberg auf den Weg ins etwa 600 Kilometer entfernte Boće, wo sie fünf Tage später auch ankamen.

Mit vereinten Kräften gelang es dem Trio das Ziel zu erreichen. (FOTO: zVg.)

Ihr Weg führe von Himberg bei Wien nach Ödenburg (Šopron), weiter am Süßwassersee Balaton im Westen Ungarns vorbei, über die kroatische Grenze bei Virovitica. Anschließend folgte eine Route über Osijek, Vinkovci und Gunja bis Peša, Ilija und Zvonimir im Distrikt Brčko letztendlich die bosnische Grenze passierten.

Knapp 600 Kilometer mit dem Fahrrad. (FOTO: zVg.)

Der Entschluss, diese sportliche Herausforderung zu bewältigen, fiel relativ spontan. Das Team ließ sich von anderen längeren Fahrradtouren inspirieren und wollte es einfach auch einmal ausprobieren. „Ich habe bereits des Öfteren versucht, meinen Cousin, Peša dazu zu überreden, sich ein Fahrrad zuzulegen. Seine Bedingung war, mit den Rädern nach Bosnien zu fahren, sollte er meiner Bitte nachgehen und das taten wir dann auch“, berichtet uns Ilija, der auch die Liebe zur Heimat als einen Grund diesen langen Weg anzutreten, nannte.

Wie auf den meisten Reisen kann es früher oder später zu Turbulenzen kommen. So auch hier. Kurzzeitig stand das Vorhaben der drei Männer sogar auf der Kippe, als sie in der Nähe des Plattensees krankheitsbedingt und wegen starker Krämpfe daran dachten, das Handtuch zu werfen. Über Nacht gelang es ihnen allerdings sich zu fangen und wieder zurück in den Sattel zu steigen. „Der Ehrgeiz war dann doch größer als die Hindernisse. Die ersten zwei Tage regnete es durch, unsere Navigation ließ uns zeitweise im Stich und auch Temperaturen um rund 36 Grad erschwerten unser Vorhaben“, so Zvonimir.

Krankheitsbedingt geriet das Vorhaben der Freunde kurzzeitig ins Wanken. (FOTO: zVg.)

Freunde und Familienmitglieder empfingen die Reisenden schließlich am 27. Juni 2019 gegen 12.30 Uhr an ihrem Ziel. Ob das Trio nun eine Tradition aus dem diesjährigen Abenteuer macht, konnten sie uns aber noch nicht sicher bestätigen. Wir würden uns zumindest mehr solcher Aktionen in unserer Community erhoffen.

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