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Dieses Obst und Gemüse solltet ihr im Juli unbedingt meiden!

Dieses Obst und Gemüse solltet ihr im Juli unbedingt meiden!
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4 Min. Lesezeit |

Während Zucchini, Tomaten und Beeren jetzt ihren großen Auftritt haben, locken auch Produkte mit weiter Anreise in den Regalen. Die Saisonfrage entscheidet über Geschmack und Nachhaltigkeit.

Der Juli läutet die Hochphase für heimisches Obst und Gemüse ein. Doch beim Einkauf lohnt ein genauer Blick, denn nicht alles, was in den Auslagen lockt, stammt tatsächlich aus regionaler Ernte. Ein Überblick, welche Produkte jetzt wirklich Saison haben und welche besser im Regal bleiben sollten.

Mit Sommerhitze und Urlaubsstimmung erreicht auch die Vielfalt an frischen Lebensmitteln ihren Höhepunkt. Die Verkaufsregale bieten eine verlockende Auswahl, allerdings täuscht der erste Eindruck manchmal. Etliche Produkte werden trotz scheinbarer Frische aus fernen Ländern importiert und entsprechen nicht dem saisonalen Angebot. Ein bewusster Einkauf lohnt sich daher besonders.

Saisonale Highlights

Die Zucchini erlebt derzeit ihre beste Zeit. Das vielseitige Gemüse überzeugt in gegrillter Form, als Füllung, im klassischen Ratatouille oder als leichte Alternative zu Pasta in Form von Zoodles. Heimische Zucchini zeichnen sich durch ihre besonders feine Schale und den dezent nussigen Geschmack aus – perfekt für die leichte Sommerküche.

Für Tomatenliebhaber beginnt jetzt die beste Jahreszeit. Die heimischen Freilandtomaten erreichen im Juli ihre volle Reife und entfalten ihr ganzes Aroma. Mit ihrem intensiven Duft und dem fruchtig-süßen Geschmack heben sie sich deutlich von den geschmacksarmen Gewächshaustomaten der Wintermonate ab.

Karotten präsentieren sich im Hochsommer von ihrer besten Seite. Ob als knackiger Snack, frisch geraspelt im Salat oder sanft gedünstet als Beilage – sie bereichern zahlreiche Gerichte und versorgen den Körper gleichzeitig mit Vitamin A, Beta-Carotin und wertvollen Ballaststoffen.

Besonders zart schmeckt jetzt auch der regionale Brokkoli. Um seine wertvollen Inhaltsstoffe zu bewahren, empfiehlt sich eine kurze Garzeit. Das grüne Gemüse harmoniert hervorragend mit Pasta, bereichert bunte Bowls oder überzeugt schlicht mit Butter und einem Spritzer Zitrone.

Mit ihrem hohen Wassergehalt von etwa 95 Prozent sind Gurken ideale Durstlöscher für heiße Sommertage. Die Feldgurken der Juliernte bestechen durch ihre Frische und ihren erfrischenden Geschmack. Sie eignen sich perfekt für sommerliche Salate, als Komponente in Bowls oder pur mit etwas Zitronensaft.

Der Sommer ist die Zeit der Beeren. Erdbeeren mit ihrer natürlichen Süße, aromatische Himbeeren und kräftige Brombeeren gelangen frisch geerntet auf den Tisch und verkörpern den Geschmack des Sommers. Sie veredeln Backwaren, Müslis oder sind einfach pur ein Genuss.

Die Kirschsaison erreicht im Juli ihren Höhepunkt. Die saftigen, süßen Früchte sollten auf keinem Speiseplan fehlen. Beim Einkauf sind Festigkeit und Frische entscheidende Qualitätsmerkmale – je kürzer der Transportweg, desto intensiver das Geschmackserlebnis.

Marillen und Pfirsiche erreichen im Juli ihre optimale Reife. Ihr saftiges, süßes Fruchtfleisch bereichert Kuchen, Chutneys und Kompotte. Auch unverarbeitet bieten sie ein vollmundiges Geschmackserlebnis.

Besser meiden

Trotz des breiten Angebots gibt es einige Produkte, die im Juli nicht auf der Einkaufsliste stehen sollten – zumindest wenn Wert auf saisonale und regionale Lebensmittel gelegt wird.

Die traditionelle Spargelsaison endet am 24. Juni. Sämtliche Angebote danach stammen entweder aus dem Ausland oder aus Lagerbeständen, was meist mit Qualitätseinbußen verbunden ist.

Auch Rhabarber hat seine Erntezeit bereits im Juni abgeschlossen. Später geerntete Stangen weisen einen erhöhten Oxalsäuregehalt auf, was gesundheitlich bedenklich sein kann. Besser ist es, bis zum nächsten Frühjahr zu warten.

Regionale Paprika werden frühestens ab August geerntet. Die aktuellen Angebote stammen überwiegend aus spanischen oder niederländischen Gewächshäusern und wurden mit entsprechendem Energieaufwand produziert.

Exotische Früchte mögen beliebt sein, sind aber aus Nachhaltigkeitssicht problematisch. Die langen Transportwege, die Ernte im unreifen Zustand und der hohe Wasserverbrauch sprechen gegen ihren Kauf.

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Der Sommer bietet zahlreiche heimische Alternativen.

Umweltbilanz im Vergleich

Die Umweltauswirkungen von regionalem und importiertem Obst und Gemüse unterscheiden sich erheblich. Heimische Sommerfrüchte wie Erdbeeren, Himbeeren und Kirschen zeichnen sich durch kurze Transportwege und einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck aus. Sie gelangen meist direkt vom Feld auf den Markt und müssen nicht lange gelagert werden.

Im Gegensatz dazu verursachen importierte Produkte durch lange Transportwege und energieintensive Anbaumethoden einen erheblich höheren CO2-Ausstoß. Besonders bei exotischen Früchten wie Avocados oder Mangos fällt die Umweltbilanz negativ aus.

Auch beim Wasserverbrauch zeigen sich deutliche Unterschiede: Während in mitteleuropäischen Anbaugebieten überwiegend natürliche Niederschläge für den Anbau regionaler Früchte ausreichen, benötigen exotische Früchte aus südlichen Ländern oft künstliche Bewässerung. Pro Kilogramm verbrauchen sie ein Vielfaches an Wasser, was die ökologische Gesamtbilanz zusätzlich belastet.

Wer nachhaltig einkaufen möchte, orientiert sich daher am besten an der Saisonalität und regionalen Verfügbarkeit – gerade im Hochsommer, wenn das lokale Angebot so vielfältig ist wie zu keiner anderen Jahreszeit.

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KO KOSMO-Redaktion
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