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Diskriminierung: Republik muss 317.368 Euro an Mann zahlen

Peter Franzmayer wurde zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Asfinag designiert, nun bekommt er auch noch 317.368 Euro Entschädigung. (Bild: Stadt Wels)

Der Welser Magistratsdirektor Peter Franzmayr bekommt von der Republik Österreich eine saftige Entschädigung. Weil bei einer Postenbesetzung im Verkehrsministerium eine Frau zu Unrecht vorgezogen wurde.

Laut „ORF“ ist die Entscheidung rechtskräftig, erst im Februar ist das Ministerium mit einer Revision beim Verwaltungsgerichtshof (VwGH) nicht durchgekommen.

Der Fall geht auf das Jahr 2011 zurück. Im damals SPÖ-geführten Verkehrsministerium unter Ministerin Doris Bures wurden zwei Sektionen zu einer neuen Supersektion „Verkehr“ zusammengelegt.

Den Zuschlag bekam die etwas schlechter eingestufte Juristin Ursula Zechner. Von der Begutachtungskommission wurde jedoch Peter Franzmayr besser bewertet. Beide wurden als „in höchstem Ausmaß geeignet“ bezeichnet.

Peter Franzmayr, Mitglied der Studentenverbindung „Oberösterreicher Germanen in Wien“, wandte sich an die Bundesgleichbehandlungskommission. Diese witterten eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Das Ministerium lehnte aufgrund gleicher Eignung eine Entschädigung ab. Franzmayr erhielt jedoch beim Bundesverwaltungsgericht Recht.

Nun muss der Bund die Differenz zwischen Filzmayrs tatsächlichem Gehalt und dem, was er in fünf Jahren als Sektionschef verdient hätte, ausbezahlen. Zu den 312.075,28 Euro Entschädigung kommen noch 5.292,30 Euro, für die erlittene persönliche Beeinträchtigung, hinzu.