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Forschungspreis

Dr. Petković-Dabić holt prestigeträchtigen International Medis Award nach BiH

Dr. Petković-Dabić holt prestigeträchtigen International Medis Award nach BiH
Foto: Screenshot Youtube
3 Min. Lesezeit |

Eine Studie, die es so noch nie gab – und eine Ärztin aus BiH, die dafür nun international geehrt wird.

Am Donnerstag, dem 12. März 2026, wurde in Ljubljana eine Ärztin aus Bosnien und Herzegowina mit einer der renommiertesten Auszeichnungen im mitteleuropäischen Medizinbetrieb geehrt: Dr. Jelena Petkovic-Dabic erhielt den International Medis Award in der Kategorie Dermatologie. Die Auszeichnung gilt als bedeutender Impuls für die medizinische Forschungslandschaft in ihrer Heimat und soll Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Region zu weiteren Arbeiten ermutigen.

Den Preis verdient hat sich Dr. Petkovic-Dabic mit einer Studie, die in der Fachwelt bislang einzigartig ist: Sie leitete die weltweit erste klinische Untersuchung, die den Einfluss des Medikaments Ozempic auf Patientinnen und Patienten mit gleichzeitig bestehender Psoriasis (Schuppenflechte) und Diabetes analysierte. Die Studie trägt den Titel „Effects of Semaglutide Treatment on the Psoriatic Lesions in Obese Patients with Type 2 Diabetes Mellitus: An Open-Label, Randomized Clinical Trial“ und wurde in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Biomolecules veröffentlicht.

Weitere Preisträger

Der International Medis Award wurde heuer zum zwölften Mal vergeben und würdigt herausragende Forschungsleistungen von Ärztinnen, Ärzten und Pharmazeutinnen und Pharmazeuten aus elf Ländern Mittel- und Osteuropas. Neben Dr. Petkovic-Dabic wurden in diesem Jahr acht weitere Persönlichkeiten ausgezeichnet: Dr. Milica Bajcetic im Bereich Pharmazie, Dr. Zdenek Rusavy in der Gynäkologie, Dr. Helena Ostovic in der Intensivmedizin und Anästhesiologie, Dr. Berislav Ruska in der Neurologie, Dr. Leon Markovic in der Ophthalmologie, Dr. Michaela Richtrová in der Pädiatrie, Prof. Dr. Liborija Lugovic-Mihic in Pneumologie und Allergologie sowie Dr. Markéta Dudková in der Rheumatologie.

Die Eröffnungsrede der Preisverleihung hielt die slowenische Staatspräsidentin Dr. Natasa Pirc Musar, die die Bedeutung grenzüberschreitender wissenschaftlicher Zusammenarbeit hervorhob und den Award als Instrument zur Förderung von Wissen und Fortschritt würdigte. Tone Strnad, Gründer sowohl des Awards als auch des Unternehmens Medis, betonte seinerseits, welchen Stellenwert Forschung für die Zukunft besitze – und hob hervor, dass die Preisträgerinnen und Preisträger ihre wissenschaftliche Arbeit stets parallel zum klinischen Alltag leisten.

Bewerbungen & Kriterien

Der Award steht all jenen offen, die ihre Forschungsergebnisse in anerkannten wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht haben. In diesem Jahr wurden insgesamt 243 Bewerbungen eingereicht, von denen 196 die strengen Nominierungskriterien erfüllten. Dr. Martina Perharic von Medis sprach bei der Veranstaltung über die besonderen Herausforderungen, mit denen Forschende in Mittel- und Osteuropa konfrontiert sind, und würdigte zugleich die erzielten Erfolge.

Maja Strnad Cestar unterstrich die Bedeutung der institutionellen Unterstützung, die den Award seit seiner Gründung im Jahr 2014 trägt.