Heiligabend, Salzburger Hauptbahnhof, ein verschwundenes Kleinkind – und ein Schließfach, das alles veränderte.
Erst jetzt wurde ein bemerkenswerter Einsatz öffentlich, der die Rettungskräfte am Heiligen Abend 2024 in Atem hielt. Eine 40-jährige Frau war gemeinsam mit ihren drei Töchtern – im Alter von 16 Jahren, fünf Jahren und eineinhalb Jahren – mit dem Zug von Wien in Richtung Schweiz unterwegs. Beim Zwischenstopp in Salzburg wollte die Mutter ihre Jüngste wickeln – doch plötzlich war das Kleinkind verschwunden.
Schreie im Bahnhof
Kurz darauf hörten Reisende Schreie aus dem Bereich der Gepäckschließfächer. ÖBB-Mitarbeiter verständigten daraufhin die Berufsfeuerwehr Salzburg, die eines der Schließfächer aufbrach – unterstützt von Polizeibeamten. Das Kind war aus bislang ungeklärter Ursache darin eingesperrt gewesen, wie Hans Wolfgruber von der Salzburger Polizei erklärte: „Es war unversehrt. Und es konnte kein Drittverschulden festgestellt werden, deshalb blieb das Ganze ohne Konsequenzen.“
Den geplanten Anschlusszug in die Schweiz verpasste die Familie dadurch.