Start Corona
ZAHLEN IN WIEN

Dramatische Lage in Spitälern: Drei Viertel der Corona-Intensivpatienten ungeimpft

INTENSIVSTATION_PATIENT_CORONAVIRUS_MANGEL_KOLLAPS_GESUNDHEIT
(FOTO: iStockphoto)

Neue Corona-Statistiken zeichnen ein düsteres Bild für Wien: Die Infektionszahlen steigen drastisch und die Haupttreiber sind ungeimpfte Menschen. Diese machen auch den größten Teil der Intensivpatienten aus.

Vor einigen Tagen hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit erstmals die Sieben-Tage-Inzidenz-Zahlen getrennt nach Altersgruppen veröffentlicht. Die Statistiken zeigen deutlich, dass die Infektionszahlen derzeit hauptsächlich und am stärksten von den noch ungeimpften Menschen in die Höhe getrieben werden. Diese machen zeitgleich auch in etwa 75% der Intensivpatienten in Wiens Spitälern aus.

Drei von vier Intensivpatienten ungeimpft
Laut aktuellen Zahlen der Stadt Wien werden in den Spitälern immer mehr ungeimpfte und jüngere Patienten wegen einer Corona-Infektion behandelt. Mit Stichtag 18. August waren drei Viertel der Intensivpatienten in Wiens Spitälern ungeimpft. Jeder Fünfte war unter 50 Jahre alt.

Noch dramatischer zeigte sich jedoch die Lage auf den Normalstationen der Krankenhäuser: Hier waren sogar 85 Prozent der Patienten ungeimpft und über 40 Prozent jünger als 50 Jahre.

Kaum Intensivpatienten mit vollem Impfschutz
Im Vergleich zu den rund 75% der Ungeimpften auf den Intensivstationen, zeigte die Statistik auch, dass die Impfung wirkt. Denn bei den vollimmunisierten Patienten waren es lediglich 6,3 Prozent, die auf einer Intensivstation behandelt werden mussten. Sie hatten entweder bereits beide Teilimpfungen erhalten oder einen Impfschutz durch das Vakzin von Johnson & Johnson. Einer von 16 Patienten war über 80 Jahre alt, fast 40 Prozent unter 60 Jahre alt.

Und auch abseits der Intensivstationen zeigt die Impfung in der Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus Wirkung: Während die Sieben-Tage-Inzidenz von nicht vollständig immunisierten Personen in Wien bei 209 Fällen pro 100.000 Einwohner lag, war sie bei Vollimmunisierten lediglich bei 16,6 Fällen.

Quellen und Links:

Wie finden Sie den Artikel?