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Diplomatie

Drei Stunden Putin-Trump: Händedruck, Lachen und vage Ukraine-Lösung

Drei Stunden Putin-Trump: Händedruck, Lachen und vage Ukraine-Lösung
FOTO: EPA/SERGEY BOBYLEV/SPUTNIK/KREMLIN POOL
4 Min. Lesezeit |

Demonstrativ herzliche Begrüßung, vage Ergebnisse: Das erste Treffen zwischen Trump und Putin seit Kriegsbeginn endete nach drei Stunden mit mehr Andeutungen als konkreten Lösungen.

Das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Alaska endete nach knapp drei Stunden. Der Kreml-Chef landete um 11.00 Uhr Ortszeit auf der US-Militärbasis Elmendorf-Richardson in Anchorage, Alaska. Die Begrüßung verlief demonstrativ herzlich: Trump applaudierte seinem russischen Amtskollegen, während dieser auf ihn zuging. Nach einem langen Händedruck, begleitet von Lachen und Gesprächen, nahmen beide in Trumps gepanzerter Limousine, dem sogenannten „Beast“, Platz – eine Geste, die US-Medien als ungewöhnlich einstuften.

Das historische Gipfeltreffen am 15. August 2025 war das erste persönliche Zusammentreffen der beiden Staatschefs seit Trumps Wiederwahl und markierte Putins ersten Besuch in den USA seit 2015. Bemerkenswert: Der russische Präsident reiste trotz eines internationalen Haftbefehls wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen auf US-Territorium und wurde dort unter internationaler Beobachtung empfangen.

Die US-Regierung hatte das Gipfeltreffen unter das Motto „Pursuing Peace“ („Streben nach Frieden“) gestellt, wobei die Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Mittelpunkt stehen sollte. Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte im Vorfeld die Erwartung konkreter Ergebnisse bei diesem ersten Zusammentreffen der beiden Staatschefs seit Kriegsbeginn 2022. Bei entsprechenden Fortschritten könne auch ein Dreier-Treffen unter Einbeziehung der Ukraine folgen, die bei den Gesprächen in Anchorage nicht vertreten war.

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Vage Ergebnisse

In der anschließenden gemeinsamen Pressekonferenz bezeichneten beide Präsidenten ihre Unterredung als „konstruktiv“ und „produktiv“, blieben jedoch hinsichtlich konkreter Vereinbarungen auffallend vage. Putin eröffnete mit lobenden Worten über seine Freundschaft mit Trump, verwies auf die russisch-amerikanische Zusammenarbeit während des Zweiten Weltkriegs und erinnerte an die russische Geschichte Alaskas. Bemerkenswert war seine Äußerung, Russland hätte die Ukraine vermutlich nicht angegriffen, wäre Trump damals US-Präsident gewesen.

Auf Trumps Forderung nach einem Waffenstillstand in der Ukraine ging Putin nicht direkt ein. Er betonte lediglich, dass die Ukraine ein Hauptthema des Gesprächs gewesen sei und Trump den Kern des Konflikts verstehen wolle. Putin sprach von einer nicht näher erläuterten „Einigung“ bezüglich der Ukraine und warnte Europa davor, „die ersten Fortschritte zu torpedieren“. Stattdessen betonte er das russische Interesse an verstärktem wirtschaftlichem Austausch mit den USA.

Trump charakterisierte das Gespräch ebenfalls als „sehr produktiv“ und erwähnte eine Übereinstimmung „bei vielen Punkten, den meisten Punkten“, ohne Details zu nennen. Er kündigte an, mit der NATO und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Kontakt aufzunehmen. Es gebe nur noch wenige offene Punkte, darunter einen bedeutsamen. Trump deutete an, dass ein Durchbruch möglich sei: „Wir haben es nicht geschafft, aber es gibt eine gute Chance es zu schaffen.“

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Trotz der optimistischen Rhetorik stellte Trump nach dem Gipfel jedoch klar: „Es gibt keinen Deal, bis es einen Deal gibt“ – eine Aussage, die die Kluft zwischen den demonstrativen Gesten und den tatsächlichen Fortschritten verdeutlichte.

Nächste Schritte

Als Trump ein Wiedersehen in Aussicht stellte, schlug Putin auf Englisch Moskau als nächsten Treffpunkt vor. Nach ihren Statements verließen beide Staatsoberhäupter den Raum, ohne Fragen zuzulassen. Das Treffen hatte nicht unter vier Augen, sondern in einer sechsköpfigen Runde stattgefunden, zu der auch die Außenminister Marco Rubio und Sergej Lawrow gehörten. Ein ursprünglich geplantes gemeinsames Essen fand offenbar nicht statt – kurz nach der Pressekonferenz bestiegen beide ihre Flugzeuge und verließen Alaska.

Trump hatte vor dem Treffen betont, keine Vereinbarungen über die Ukraine ohne Einbeziehung Kiews treffen zu wollen, und forderte erneut einen sofortigen Waffenstillstand. Unter seinem Vorgänger Joe Biden waren die diplomatischen Kontakte zu Russland nach der Invasion im Februar 2022 weitgehend eingefroren worden, während die USA zum wichtigsten Unterstützer der ukrainischen Verteidigung avancierten. Obwohl das Treffen Impulse für eine mögliche Beendigung des Krieges geben könnte, wird es in der Ukraine und bei europäischen Verbündeten mit Sorge betrachtet – nicht zuletzt wegen ihrer eigenen Abwesenheit.

Trump kündigte an, demnächst die NATO-Partner und Präsident Selenskyj über die Gespräche zu informieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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