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Kurswechsel

USA dreht Geldfluss ab – Selenskyj bei Trump-Putin-Gipfel nicht dabei

USA dreht Geldfluss ab – Selenskyj bei Trump-Putin-Gipfel nicht dabei
(FOTO: EPA/MAXIM SHIPENKOV)
2 Min. Lesezeit |

Die Karten im Ukraine-Konflikt werden neu gemischt: Die USA stellen ihre finanzielle Unterstützung ein und drängen Europa zu mehr Engagement, während Trump mit Putin verhandelt.

Die USA ziehen sich finanziell aus der Ukraine-Unterstützung zurück. Vizepräsident JD Vance stellte in einem Fox-News-Interview unmissverständlich klar: „Die USA sind mit der Finanzierung des Ukraine-Kriegsgeschäfts durch.“ Die Trump-Administration strebe nun eine friedliche Lösung an, um das Blutvergießen zu beenden. Laut Vance sei die amerikanische Bevölkerung nicht länger bereit, Steuergelder in diesen spezifischen Konflikt zu investieren.

Die neue US-Regierung vertritt die Position, dass primär die europäischen Staaten für den Konflikt „direkt vor ihrer Haustür“ Verantwortung tragen sollten. Vance forderte die Europäer zu einem substanzielleren finanziellen Engagement auf. Eine Möglichkeit wäre der Erwerb von Waffen amerikanischer Hersteller für die Ukraine. „Aber wir werden das nicht mehr selbständig finanzieren“, bekräftigte der Vizepräsident die neue außenpolitische Linie.

Diese Aussagen von Vance wurden bereits in mehreren Interviews wiederholt und von Präsident Trump öffentlich bestätigt. Trump erklärte, die USA würden ihre Unterstützung für die Ukraine nur fortsetzen, wenn die europäischen NATO-Partner ihre Verteidigungsausgaben deutlich erhöhen. Das von Vance angekündigte außenpolitische Umsteuern markiert einen fundamentalen Wandel der amerikanischen Ukraine-Politik.

Trump-Putin-Treffen

Für Freitag ist ein Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Putin in Alaska anberaumt, bei dem über potenzielle Friedenslösungen im seit etwa dreieinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskrieg verhandelt werden soll. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wurde bislang nicht eingeladen. Vance dämpfte bereits die Erwartungen an ein mögliches Abkommen: „Sowohl die Russen als auch die Ukrainer werden am Ende des Tages wahrscheinlich unzufrieden damit sein.“

⇢ Selenskyj unter Druck: Trump und Putin planen geheimen Alaska-Gipfel

Die Vereinigten Staaten strebten eine Vereinbarung an, die für beide Konfliktparteien zumindest akzeptabel sei. Die amerikanische Administration arbeite zudem daran, Gespräche zwischen Putin, Selenskyj und Trump zu koordinieren. Allerdings betonte Vance, dass ein direktes Zusammentreffen zwischen dem russischen und dem ukrainischen Präsidenten seiner Einschätzung nach erst sinnvoll sei, nachdem Putin und Trump miteinander konferiert hätten.

Das Interview mit dem US-Vizepräsidenten wurde bereits vor der offiziellen Ankündigung des Trump-Putin-Treffens aufgezeichnet, jedoch erst nach dieser Bekanntgabe vollständig im Fernsehen ausgestrahlt.

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KO KOSMO-Redaktion
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