Die Untersuchungshaft für die Eltern des verhungerten dreijährigen Buben aus Ebbs in Tirol wurde erneut verlängert. Das Kind war am Pfingstmontag des Vorjahres leblos in der Wohnung seiner Eltern aufgefunden worden. Die Obduktion ergab als Todesursache massive Unterernährung.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Elternpaar vor, ihr Kind vernachlässigt zu haben. Die genauen Umstände, die zum Tod des Kleinkindes führten, sind noch Gegenstand der Ermittlungen. Seit der Entdeckung des toten Kindes vor einem Jahr befinden sich beide Elternteile in Haft.
Vorerst bleibt das Paar bis Mitte Juli in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft Innsbruck verweigert der Vater bislang jede Aussage. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hansjorg Mayr, erläuterte gegenüber dem ORF Tirol, dass die Ermittler daher auf „objektive Beweise“ angewiesen seien. Dies umfasse die Sicherung und Auswertung zahlreicher Spuren sowie die Analyse des Kommunikations- und Surfverhaltens der Verdächtigen, um Rückschlüsse auf die Geschehnisse rund um den Tod des Kindes ziehen zu können.
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Ermittlungen abgeschlossen
Die polizeilichen Untersuchungen sind mittlerweile abgeschlossen. Aktuell wird noch ein psychiatrisches Gutachten erstellt, bevor in den kommenden Monaten voraussichtlich Anklage wegen Mordverdachts erhoben wird. Bei früheren Befragungen gab die Mutter an, ihr Sohn sei in den Wochen vor seinem Tod krank gewesen.
Sie behauptete zudem, das Kind habe keinen Appetit gezeigt, und ein Arztbesuch sei bereits geplant gewesen.