Heroin, Cannabisharz, Falschgeld – drei Festnahmen in Wien enthüllen ein weitverzweigtes Drogennetz mit überraschenden Verbindungen.
Ende März hat die Wiener Polizei nach umfangreichen Ermittlungen drei Männer wegen des Verdachts des Suchtgifthandels festgenommen. Dabei wurden unter anderem rund 1,2 Kilogramm Heroin sowie mehr als 50 Kilogramm Cannabisharz und Marihuana beschlagnahmt.
Razzia in Wien
Den Ausgangspunkt der Ermittlungen bildete eine Observation am 24. März in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus: Beamte erkannten einen 26-jährigen serbischen Staatsbürger als mutmaßlichen Drogendealer und nahmen ihn unter Beobachtung. Der Mann bestieg ein Taxi in Richtung Wiener Neustadt, wo er einem 39-jährigen Landsmann einen Kunststoffbeutel übergab. Dieser wurde daraufhin festgenommen – in dem Beutel befanden sich 338,4 Gramm Heroin.
Eine anschließende Durchsuchung seiner Wohnung förderte weiteres Heroin sowie 1.465 Euro Bargeld zutage. Zusätzlich wurden zwei Personen angezeigt, die im Verdacht stehen, Suchtmittel erworben zu haben.
Der 26-Jährige stand weiterhin unter Observation und wurde schließlich ebenfalls festgenommen. In seiner Wiener Wohnung stellten die Ermittler rund 45,5 Kilogramm Cannabisharz, 886,7 Gramm Heroin, 394,7 Gramm Marihuana sowie 3.310 Euro Bargeld sicher. Beide Männer wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in Untersuchungshaft genommen.
Fund am Hauptbahnhof
In einem zweiten Fall nahmen Beamte am 25. März am Wiener Hauptbahnhof einen 28-jährigen österreichischen Staatsbürger fest. Der Mann war kurz zuvor mit einem Zug aus Brüssel angereist und hatte beim Erblicken der Polizisten kurzzeitig versucht, sich der Kontrolle zu entziehen.
In seinem Reisegepäck fanden die Ermittler mehr als ein Kilogramm Cannabisharz sowie knapp vier Kilogramm Marihuana. Im Zuge einer Hausdurchsuchung in Mödling wurden darüber hinaus 4.440 Euro Bargeld und zwei gefälschte 50-Euro-Banknoten sichergestellt.
Der 28-Jährige wurde auf freiem Fuß angezeigt.