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SUBOTICA

Drohungen gegen Kroatische Minderheit in Serbien

(FOTO: MVPEI)

Ein Streit ist über die Einführung der Sprache der Bunjewatzen als Amtssprache in einem Teil der Vojvodina entbrannt. Die Bunjewatzen identifizieren sich zwar nicht als Kroaten, gelten aber als eine kroatische Minderheit. Jetzt hat sich das kroatische Außenministerium eingeschaltet.

Das kroatische Außenministerium (Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und Europäische Integration/MVPEI) hat am Donnerstag einen offiziellen Prostestbrief an Serbien geschickt. Kroatien äußerte Sorge über die “zahlreichen Drohungen, Einschüchterungen und Beleidigungen gegen Vertreter der kroatischen nationalen Minderheit in Serbien”. Die Drohungen folgten nach einer öffentlichen Debatte darüber, ob die bunjewakische Sprache in einem Teil der Vojvodina als Amtssprache eingeführt werden soll. Die Menschen die diese Sprache verwenden, gelten als Teil der kroatischen Minderheit. Es wurde zuvor auch ein Verfahren zur Einführung der Sprache eingeleitet.

Das MVPEI meldete die Drohungen gegen die kroatische Minderheit, die auch in den Sozialen Medien kursieren, der zuständigen Polizeiverwaltung in Subotica. Man äußerte die Erwartung, dass die zuständigen serbischen Behörden nun einen angemessenen Schutz bieten und die Täter strafrechtlich verfolgen werden. Unter anderem erhielt die Demokratische Allianz der Kroaten in der Vojvodina eine Mail, in der ein unbekannter Absender droht er/sie würde “sie mit einem Maschinengewehr töten”.

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