Österreich sieht sich derzeit mit einer wachsenden Zahl von Bombendrohungen konfrontiert, die das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Auch die Tiroler Hauptstadt Innsbruck war betroffen, wo Bombendrohungen gegen den Haupt- und Westbahnhof gemeldet wurden. Eine entscheidende E-Mail, die diese Drohungen enthielt, blieb jedoch mehrere Stunden unbemerkt, da sie von der Polizei versehentlich übersehen wurde.

Bomben-Alarm in Innsbruck: Ein versäumtes E-Mail
Die E-Mail ging am Donnerstagnachmittag bei der Landespolizeidirektion ein und wurde erst gegen 21 Uhr bemerkt – zu einem Zeitpunkt, an dem das Ultimatum des unbekannten Täters bereits verstrichen war. Polizeisprecher Stefan Eder erklärte, dass es sich hierbei um einen „individuellen, menschlichen Fehler“ handelte. Trotz der Versäumnisse wurden die betroffenen Bahnhöfe sofort mit Sprengstoffspürhunden durchsucht, wobei glücklicherweise keine explosiven Materialien gefunden wurden. Eder betonte: „Eine Gefährdung von Personen war zu keiner Zeit gegeben.“
Droh-Welle seit September
Wegen des verspäteten Eingreifens wurde auf eine Evakuierung verzichtet, um den Zugverkehr nicht zu beeinträchtigen. Um ähnliche Vorkommnisse in der Zukunft zu vermeiden, wurden intern bereits Maßnahmen zur Verbesserung des Prozesses ergriffen. Die Ermittlungen gehen weiter, wobei es keine Hinweise auf den oder die Täter gibt. Die Behörden prüfen, ob es sich um eine Serie handelt, was die Bemühungen des Amtes für Staatsschutz und Extremismus-Bekämpfung intensiviert.
[crp box=“1″ limit=“3″ heading=“1″ offset=“0″]
In den letzten Tagen wurden in Österreich beinahe ein Dutzend solcher Drohungen gemeldet, was die Sicherheitskräfte in Städten wie Graz, Linz und Salzburg alarmiert hat. Eine Verwechslung führte sogar zu einem Einsatz in Feldkirchen, während das eigentliche Ziel Feldkirch war. Diese Welle von Drohungen begann Ende September und sorgt nach wie vor für eine hohe Alarmbereitschaft.