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Zwischenfall

Hündin verhindert Wolfangriff auf Bub (2) – und zahlte mit ihrem Leben

Hündin verhindert Wolfangriff auf Bub (2) – und zahlte mit ihrem Leben
FOTO: iStock/twildlife
2 Min. Lesezeit |

Ein Grillabend in der Toskana, ein offenes Hoftor – und plötzlich steht ein Wolf vor einem Kleinkind. Was dann geschah, lässt niemanden kalt.

Ein entspannter Grillabend in der Toskana endete mit einem Schrecken, als ein Wolf das Grundstück einer Familie in Orbicciano betrat. Offenbar vom Geruch des Grillfleischs angelockt, drang das Tier in den Innenhof ein und bewegte sich direkt auf einen zweijährigen Jungen zu. Die Familienhündin stellte sich dem Wolf entgegen und rettete dem Kind damit das Leben – doch sie bezahlte diesen Schutz mit dem eigenen.

Erst das Wimmern des Tieres ließ Vater Tommaso aufhorchen und sich umdrehen. Der Anblick, der sich ihm bot, war erschütternd: Der Wolf hatte die Hündin am Hals gepackt und zerrte sie in das angrenzende Gebüsch. Mutter Paula hatte den Jungen zu diesem Zeitpunkt bereits in Sicherheit gebracht und eilte anschließend zu dem verletzten Tier – doch jede Hilfe kam zu spät. Destiny überlebte den Angriff nicht.

Offenes Hoftor

Die Familie war erst im April 2025 in das Bauernhaus im toskanischen Bergdorf Orbicciano gezogen. Trotz bekannter Wolfssichtungen in der Region war das Grundstück laut Polizei nicht eingezäunt. Als der ausgewachsene Wolf am Samstag gegen 21.30 Uhr eintraf, war der Abend in vollem Gange: Tommaso, 39, bereitete draußen den Grill vor, seine Frau Paula, 40, war in der Küche beschäftigt, während ihr Sohn im Hof mit dem Hund spielte. Das Hoftor stand zu diesem Zeitpunkt offen, wie lokale Medien berichteten.

Rudel im Verdacht

Nach dem Vorfall stellte sich die Frage, ob tatsächlich nur ein einziges Tier für den Tod der Hündin verantwortlich war. „Um einen Hund von etwa 22 Kilo wie diesen zu verschlingen, müssen mindestens drei oder vier Wölfe da gewesen sein“, erklärte der Nationale Verband für den Schutz der Umwelt und des ländlichen Lebens. Der Verband verwies dabei auf eine wachsende Zahl von Wölfen, die sich zunehmend in der Nähe bewohnter ländlicher Gebiete aufhalten – und auf die damit einhergehende Verunsicherung in der Bevölkerung.

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KO KOSMO-Redaktion
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