Fünf Tote, rund 20 Gerettete – an der EU-Außengrenze zwischen Kroatien und Slowenien spitzte sich ein Flussübergang dramatisch zu.
An einem Nachmittag entdeckte die kroatische Polizei nahe dem Fluss Kupa, der an dieser Stelle die Grenze zu Slowenien bildet, eine Gruppe von Migranten in akuter Not. Der Versuch, den Fluss zu überqueren, endete für fünf Personen tödlich – ihre Leichen wurden aus dem Wasser geborgen. Rund 20 weitere Menschen konnten gerettet werden.
Mutiger Polizeieinsatz
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz eines kroatischen Polizisten, der ohne zu zögern in den Fluss sprang und fünf Personen eigenhändig aus dem Wasser zog. Vierzehn weitere Migranten schafften die Überquerung aus eigener Kraft und erreichten das slowenische Ufer.
Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Dorfes Damalj am kroatischen Ufer der Kupa – auf Slowenisch Kolpa genannt. Der Fluss markiert in dieser Region die Grenze zwischen Kroatien und Slowenien, beide EU-Mitgliedstaaten, und liegt an einem der meistfrequentierten Abschnitte der westlichen Balkan-Migrationsroute.
Rückgang der Übertritte
Die Tragödie steht exemplarisch für die anhaltenden Gefahren entlang dieser Route. Laut Frontex (EU-Grenzschutzagentur) wurden zwischen Jänner und Ende August rund 5.700 Migranten auf dem westlichen Balkanweg aufgegriffen – ein Rückgang von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.