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Strandordnung

Faire Strände in Kroatien: Schluss mit Handtuch-Reservierungen

Faire Strände in Kroatien: Schluss mit Handtuch-Reservierungen
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Handtuch drauf, weg – und später wiederkommen: In Pag ist diese Strandgewohnheit jetzt vorbei.

In der kroatischen Küstenstadt Pag ist in dieser Sommersaison ein Ende der weitverbreiteten Unsitte in Sicht, Strandliegen bereits am frühen Morgen mit Handtüchern zu belegen und erst Stunden später am Strand zu erscheinen. Die städtischen Behörden haben ihre Kontrolltätigkeit ausgeweitet und gehen nun konsequent gegen das unerlaubte Reservieren von Plätzen am Wasser vor. Kommunale Aufsichtsorgane räumen zurückgelassene Handtücher, Liegen, Sonnenschirme und sonstige Gegenstände ab, sobald deren Besitzer nicht vor Ort sind. Wer seine abgeholten Sachen zurückhaben möchte, muss mit Strafen beziehungsweise Bußgeldern rechnen.

Kontrollen ausgeweitet

Die verstärkte Aufsicht erstreckt sich im gesamten Stadtgebiet von Pag jedoch über die Strände hinaus. Wie die zuständigen Stellen mitteilen, überprüfen die Kontrollorgane entlang der Küstenabschnitte auch die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen, das unbefugte Aufstellen von Liegen und Sonnenschirmen sowie die Einhaltung der Regelungen für Hunde, die sich nur in eigens ausgewiesenen Bereichen aufhalten dürfen. Erklärtes Ziel dieser Maßnahmen ist die Sicherstellung von Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit – zum Wohl der ansässigen Bevölkerung ebenso wie zum Vorteil der Gäste.

Ein weiterer Kontrollschwerpunkt liegt neben den Stränden in der historischen Altstadt. Die Verwaltung appelliert an Anwohner, Vermieter, Gastronomiebetriebe und Gewerbetreibende, Gegenstände wie Fahrräder, Wäscheständer, große Blumentöpfe, Tische oder Liegen nicht dauerhaft auf öffentlichen Flächen zu deponieren. Damit soll sowohl der Blockierung enger Gassen als auch einer Beeinträchtigung des historischen Stadtbilds entgegengewirkt werden.

Altstadt-Regelungen

Darüber hinaus werden Verkaufsstände, mobile Einrichtungen und Schanigärten gezielt daraufhin geprüft, ob für die beanspruchten Flächen gültige Genehmigungen oder Pachtverträge vorliegen. Eine traditionell verankerte Ausnahme bleibt im historischen Stadtkern allerdings erhalten: Vor dem eigenen Grundstück darf nach wie vor ein kleiner Holzstuhl – der sogenannte „Štokelic“ – gemeinsam mit einem kleinen Tisch aufgestellt werden, sofern diese Gegenstände nach der Nutzung wieder ins Gebäude gebracht werden.

Zusätzlich arbeitet die Stadt gemeinsam mit der Polizei an der Ahndung von Verkehrsverstößen, wobei unerlaubtes Halten und Parken sowie unbefugtes Befahren von Fußgängerzonen und der Altstadt im Fokus stehen.

Den offiziellen Angaben zufolge verfolgen alle diese Maßnahmen der Stadt Pag vorrangig einen präventiven Ansatz.

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KO KOSMO-Redaktion
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