Ein Paket, eine Schlange, ein Biss – für eine Familie in Kalifornien wurde eine ganz normale Lieferung zum Albtraum.
In einem Garten im Süden Kaliforniens ereignete sich ein Vorfall, der für ein dreijähriges Mädchen lebensbedrohliche Folgen hatte. Als eine Amazon-Lieferung eintraf, lief die kleine Addy voller Vorfreude zur Haustür – sie wusste, dass sich darin ein Geschenk für sie befand. Doch unter dem braunen Luftpolsterumschlag hatte sich eine Pazifik-Klapperschlange verborgen, die das Kind in die linke Hand biss, als es nach dem Paket griff.
Kritischer Zustand
Rettungskräfte brachten Addy unverzüglich in ein nahegelegenes Krankenhaus, wo sie eine erste Dosis Gegengift erhielt. Da sich ihr Zustand als kritisch erwies, wurde sie anschließend auf die Kinderintensivstation einer anderen Klinik verlegt, wo die behandelnden Ärzte zwei weitere Dosen des Gegengifts verabreichten. Mittlerweile erholt sich das Mädchen, wie ihr Vater bestätigt: „Die Schwellung an ihrer Hand ist deutlich zurückgegangen, und es sind nur noch wenige Blutergüsse zu sehen. Am wichtigsten ist aber, dass sie ihre Hand und ihren Arm wieder völlig normal bewegen kann.“
Spendenkampagne gestartet
Um die entstandenen Behandlungskosten zu bewältigen, rief Addys Vater Manuel Barajas eine Spendenkampagne ins Leben. Darin beschreibt er das Erlebnis als ein „schreckliches Erlebnis, das unser Leben völlig verändert hat“. Die finanzielle Belastung durch Arztkosten und seinen eigenen Verdienstausfall bezeichnet er als „erdrückend“.
Obwohl es ihm schwerfiel, fremde Hilfe anzunehmen, sah er angesichts der hohen Arztrechnungen, der benötigten Gegengift-Dosen und des Aufenthalts auf der Kinderintensivstation keinen anderen Ausweg. „Wir hätten uns nie vorstellen können, in dieser Situation zu sein, und es fällt uns schwer, um Hilfe zu bitten, aber wir brauchen Ihre Unterstützung, um diese schwierige Zeit zu überstehen“, schreibt er. Bislang kamen durch die Kampagne mehr als 21.400 US-Dollar – umgerechnet rund 18.700 Euro – zusammen.