Einbürgerungen gestiegen – Balkan-Community erhält die meisten österreichischen Pässe

STATISTIK

Einbürgerungen gestiegen – Balkan-Community erhält die meisten österreichischen Pässe

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Die größte Gruppe der Neoösterreicher stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien. (Foto: iStock)

Statistik Austria hat die Zahlen der Einbürgerungen aus dem ersten Quartal 2018 veröffentlicht. Diese sind leicht angestiegen. Zu den Neoösterreichern zählen überwiegend Menschen vom Balkan.

Insgesamt haben vom Jänner bis März 2.561 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 5,7 Prozent, berichtet „ORF“. Mehr als ein Drittel (886 Personen) sind bereits in Österreich auf die Welt gekommen.

Zur größten Gruppe der Neoösterreicher zählen ehemals bosnische Staatsbürger (304), gefolgt von türkischen (210), mazedonischen (165), kosovarischen (157) und serbischen (154). Bei den EU-Herkunftsländern wurden die meisten Rumänen (138 Personen) eingebürgert, auf Platz sechs befindet sich Kroatien (97). Nach sechs Jahren Aufenthalt in Österreich können Menschen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die Staatsbürgerschaft beantragen.

In Österreich erfolgen die Einbürgerungen, im Vergleich zu anderen EU-Ländern, eher selten. 2016 teilte sich das Alpenland mit 0,68 Einbürgerungen pro 100 ansässige Ausländer den letzten Platz mit Lettland. Laut Eurostat ist Kroatien, mit einer Quote von 9,71 Einbürgerungen auf 100 Ausländer, der Spitzenreiter beim Verleih der Staatsbürgerschaften.