Ein Millionenprojekt, ein langer Rechtsstreit – und nun grünes Licht: Bosnien bekommt eines seiner größten Solarkraftwerke.
Für das geplante Solarkraftwerk „Dubovik“ in Bosnien und Herzegowina ist die entscheidende rechtliche Hürde gefallen: Die Konzession für Bau und Betrieb der Anlage wurde nach einem gerichtlichen Anfechtungsverfahren in einem wiederholten Vergabeprozess bestätigt. Damit ist der Weg für die Projektumsetzung formal geebnet.
Das Vorhaben soll eine Fläche von rund 116 Hektar in Anspruch nehmen und wird mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 158 Millionen Konvertible Mark veranschlagt. Das Ministerium für Raumordnung, Bauwesen und Ökologie der Republika Srpska hat den Entwurf der Umweltverträglichkeitsstudie zur öffentlichen Einsichtnahme freigegeben – ein weiterer Schritt im laufenden Genehmigungsverfahren.
Projekt & Investoren
Investor ist das Unternehmen GTI d.o.o. mit Sitz in Sarajevo. Die Umweltverträglichkeitsstudie wurde vom Institut für Bauwesen „IG“ aus Banja Luka erarbeitet. Errichtet werden soll das Kraftwerk auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Srednji Dubovik in der Gemeinde Krupa na Uni.
Die Realisierung ist in mehreren Phasen geplant; nach Fertigstellung soll „Dubovik“ zu den größten Solaranlagen des Landes zählen und die heimischen Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen spürbar ausbauen.
Laut Einträgen in den Unternehmensregistern hält die Gesellschaft 48GROUP BH d.o.o. Sarajevo mit 60 Prozent die Mehrheit an GTI. Weitere Anteilseigner sind die österreichische Go Green Invest GmbH mit 30 Prozent sowie Edin Kasamovic mit zehn Prozent. Hinter 48GROUP BH steht Semir Rastoder als Eigentümer; die Geschäftsführung beider Gesellschaften liegt in den Händen von Safet Rastoder.
Wachsender Solarmarkt
Wie das Portal Biznisinfo.ba berichtet, verzeichnet Bosnien und Herzegowina in den vergangenen Jahren ein deutlich gestiegenes Investoreninteresse im Bereich erneuerbare Energien – allen voran bei Solarprojekten. Besonders die Herzegowina sowie die westlichen Landesteile haben sich dabei zu einem der aktivsten Entwicklungsräume für derartige Vorhaben entwickelt.