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GESUNDHEIT

Einjähriger Beifuß: Diese Wunderpflanze könnte Corona heilen

Einjähriger Beifuß (FOTO: iStock)

Der Einjährige Beifuß wird schon seit Jahrhunderten als Mittel gegen Bakterien, Viren und Pilze verwendet. Ebenfalls soll er gegen Krebs effektiv sein. Neue Studien zeigen auch, dass diese Pflanze sogar gegen COVID-19 wirksam sein könnte!

Der Einjährige Beifuß (Artemisia annua) ist eine einjährige krautige Pflanze, die vom Aussehen her einem Wurmfarn und vom Geruch her einem Kampfer ähnelt. Die bis zu zwei Meter wachsende Pflanze wird wegen ihrer Wirkung gegen verschiedene Krankheiten auf der ganzen Welt gezüchtet, ist aber vor allem in Nordasien und Indonesien verbreitet. Die Wirksamkeit der Pflanze gegen verschiedene Krankheiten wurde längst von Pharmakologen entdeckt, sodass ihre Teile oberhalb der Erde häufig für die Herstellung von Medikamenten, sowie auch von Tees, ätherischen Ölen und Tropfen verwendet werden.

Der Hauptwirkstoff des Einjährigen Beifußes ist Artemisinin, das zur Stärkung des Immunsystems beiträgt und deshalb in Europa, Asien und Afrika als Medikament gegen Malaria eingesetzt wird. Allein kann dieser Wirkstoff jedoch nicht viel gegen die Krankheitserreger erreichen, weshalb auch eine zusätzliche, vom Arzt empfohlene Therapie notwendig ist. Das aus dem Einjährigen Beifuß gewonnene Medikament wird auch bei bakteriellen Infektionen wie Dysenterie oder Tuberkulose und Krankheiten, die durch Parasiten und Pilze verursacht werden, eingesetzt. Es gibt auch zahlreiche anderen gesundheitliche Beschwerden, bei denen dieser Wirkstoff wirksam ist: Magenprobleme, Fieber, Gelbsucht, Schuppenflechte, Appetitlosigkeit, Blutkreislaufstörung, Verstopfung, Gallenblasenentzündung, Regelschmerzen, Gelenkschmerzen (Rheuma), sowie auch mehrere Autoimmunerkrankungen. Menschen, die mit Heilpflanzen vertraut sind, empfehlen die Anwendung des Einjährigen Beifußes direkt auf der Haut bei bakteriellen und durch Pilze verursachten Infektionen, aber auch bei Arthritis, blauen Flecken, Verstauchungen usw. Artemisinin hat sich auch bei der Behandlung verschiedener Krebsarten als hilfreich erwiesen, selbst bei den aggressiveren wie Lungenkrebs, Brustkrebs, Eierstockkrebs, Prostatakrebs, Hirntumor und Leukämie. Da der Wirkstoff das Immunsystem stärkt, wird empfohlen, ihn auch präventiv einzusetzen.

Als Mittel gegen COVID-19?
WissenschaftlerInnen auf der ganzen Welt arbeiten daran, einen wirksamen Impfstoff gegen die Krankheit, die momentan eine Pandemie mit fast 1,5 Millionen Toten weltweit verursacht, zu finden. Da es noch kein Medikament gegen COVID-19 gibt, werden Erkrankte oft wie Malaria- und Ebola-Patienten behandelt. Andere Mitteln, die man auch bei COVID-19 Patienten benutzt, sind Virostatika. In China griff die dortige Bevölkerung während der Epidemie auf traditionell chinesische Medizin zurück, die schon 2.000 Jahre lang den Einjährigen Beifuß als Mittel gegen virale Atemwegserkrankungen, Malaria und Fieber verwendet. Der Einsatz von pflanzlichen Hausmitteln zur Prävention und Behandlung von Covid-19 in dem bevölkerungsreichsten Land der Welt hat sich als sehr nützlich erwiesen. Besonders die Herstellung von Tinkturen bzw. einer Ethanol-Wasser-Mischung aus dem Einjährigen Beifuß zeigte positive Erfolge. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verkündete im Mai, dass sie, zusammen mit Forschungsinstituten, derzeit daran arbeitet, Heilmittel aus der traditionellen Medizin auszuwählen und diese hinsichtlich ihrer medizinischen Wirksamkeit und Sicherheit testen zu wollen. Gleichzeitig hat die WHO auch davor gewarnt, dass es viele Falschinformationen über die Wirkung von manchen Medikamenten gibt, insbesondere in den sozialen Medien. Dies war der Anlass für den Anfang großangelegter internationaler Forschungen in vielen Instituten, darunter des Max-Planck-Instituts in Potsdam, in Zusammenarbeit mit biomedizinischen Wissenschaftlern aus Amerika, den Niederlanden und Deutschland, um ein Mittel gegen die COVID-19-Pandemie zu finden, auf welches die ganze Welt ungeduldig wartet. Die medizinischen Forschungen finden in Mexiko statt und die ersten offiziellen Ergebnisse werden für Anfang 2021 erwartet.

Selbstverständlich wird man noch eine Weile warten müssen, bis die mögliche Wirkung dieser Heilpflanze bestätigt wird. Nichtsdestotrotz hoffen viele Menschen, dass das traditionelle Hausmittel wissenschaftlich bestätigt wird. Deutsche WissenschaftlerInnen berichten, dass die Zelltests gezeigt haben, dass die Reinsubstanz, die man aus dem einjährigen Beifuß erhält, eine Wirkung auf das neue Virus, das die ganze Welt erschütterte, hat. Auch andere Extrakte dieser Pflanze haben interessante Resultate hervorgebracht. Die Absicht der deutschen WissenschaftlerInnen ist ein Einsatz dieser Substanzen, um die Verbreitung und die Gefahr des Virus zu verringern. Das Hauptziel ist eine Linderung der Symptome jener Krankheit, die sich als unberechenbar und tödlich erwiesen hat. BeifußölDieses Öl wird meist zum Inhalieren bei Problemen mit Atemwegen, Nasennebenhöhlenentzündung und der Grippe verwendet. Zwei Liter Wasser müssen abgekocht und dann zwei Minuten abgekühlt werden. Danach sollte man zwei bis drei Tropfen des ätherischen Öls hineingeben, sich über das kochende Wasser beugen und eine Minute lang inhalieren. Diesen Vorgang kann man bei Bedarf wiederholen – maximal 10 Tropfen ins Wasser geben. Das Inhalieren wird zwei bis drei Mal täglich empfohlen.

Zubereitung des Tees
Zwei Esslöffel des Einjährigen Bei-fußes in 250 ml kochendes Wasser geben. Zudecken und 15 ziehen lassen. Danach den Tee abseihen und gleich trinken. Es wird emp-fohlen, den Tee zwei bis drei Mal pro Tag einzunehmen, am besten zwei Stunden vor dem Essen.