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Kirchenkritik

Eklat nach FPÖ-Parteitag: Kirche empört über Kickls Rede!

Eklat nach FPÖ-Parteitag: Kirche empört über Kickls Rede!
FOTO: EPA/MAX SLOVENCIK
2 Min. Lesezeit |

Wenn Religion auf Politik trifft, schlägt Erzbischof Lackner Alarm. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz sieht in der Vereinnahmung christlicher Werte eine gefährliche Entwicklung.

Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Erzbischof Franz Lackner, hat sich besorgt über die zunehmende Instrumentalisierung religiöser Inhalte in der Politik geäußert. Sein Appell folgt auf die jüngste Parteitagsrede des FPÖ-Vorsitzenden Herbert Kickl, der am Samstag christliche Grundtugenden für seine politischen Botschaften adaptierte und der Bevölkerung versprach, „Glaube, Hoffnung und Liebe“ zurückzugeben. Bereits im Nationalratswahlkampf des vergangenen Jahres hatten kirchliche Würdenträger ähnliche biblische Bezüge in der FPÖ-Kampagne kritisiert.

Warnung vor Instrumentalisierung

In einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der katholischen Nachrichtenagentur „Kathpress“ betonte Lackner am Montag das seit 1952 geltende Selbstverständnis der österreichischen Kirche als „freie Kirche in einem freien Staat“. Vor diesem Hintergrund müsse es beunruhigen, „dass in jüngerer Zeit – in der Welt, gerade aber auch in Österreich – die Religion erneut parteipolitisch vereinnahmt und instrumentalisiert wird.“

Der Erzbischof warnte eindringlich vor den Folgen solcher Vereinnahmung: Wenn versucht werde, die christlichen Grundtugenden „in das Korsett der Parteipolitik zu zwängen“, bestehe die Gefahr, dass „aus Glaube Zweifel, aus Hoffnung Angst und aus Liebe Hass“ entstehen könne.

Wiederkehrendes Muster

Die Stellungnahme Lackners wurde von der Österreichischen Bischofskonferenz auch auf ihrer offiziellen Website veröffentlicht und in mehreren unabhängigen Medienberichten wortgleich wiedergegeben. Dies unterstreicht die Ernsthaftigkeit der kirchlichen Kritik an der politischen Vereinnahmung religiöser Begriffe durch die FPÖ.

Die aktuelle Kritik steht in der Kontinuität bereits im Nationalratswahlkampf 2024 geäußerter kirchlicher Bedenken, als mehrere Würdenträger öffentlich Distanz zu biblischen Bezügen in der FPÖ-Kampagne genommen hatten. Diese wiederholte Kritik deutet auf ein erkanntes Muster in der politischen Kommunikation der Partei hin, das von kirchlicher Seite als problematische Instrumentalisierung christlicher Werte gesehen wird.

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KO KOSMO-Redaktion
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