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ELGA-Knaller: Das ändert sich jetzt!

ELGA-Knaller: Das ändert sich jetzt!
FOTO: SVC / Wilke
2 Min. Lesezeit |

Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) in Österreich steht vor einem umfassenden Ausbau. Ab Juli 2025 müssen niedergelassene Labore und Radiologen ihre Befunde und Bildmaterialien verpflichtend in das System einspeisen. In den darauffolgenden Jahren bis 2030 ist die Integration weiterer medizinischer Daten vorgesehen.

Zu den Neuerungen zählen eine personalisierte Patientenkurzakte sowie ein digitaler Medikationsplan. Parallel dazu wird das veraltete ELGA-Portal modernisiert und eine entsprechende Smartphone-Anwendung entwickelt.

Die Pläne wurden von der ELGA GmbH vorgestellt, die sich im Eigentum von Bund, Ländern und Sozialversicherung befindet. Die Vorbereitungen erfolgten noch unter dem grünen Gesundheitsminister Johannes Rauch. Die aktuelle Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat den weiteren Ausbau der digitalen Gesundheitsakte in ihr Regierungsprogramm aufgenommen und plant zudem eine Neufassung des Gesundheitstelematikgesetzes.

Laufende Projekte

Derzeit laufen mehrere Projekte parallel. Eines davon ist der digitale Medikationsplan „DigiMed“, der eine präzisere Übersicht über die Arzneimittelversorgung von Patienten ermöglichen soll. Dieser bildet das Fundament für die geplante „Patient Summary“, die wesentliche Gesundheitsinformationen kompakt zusammenfasst. Bereits in der Einführungsphase befinden sich die elektronischen Bilddaten, die ab Herbst 2025 einen dynamischen Zugriff auf radiologische Aufnahmen ermöglichen werden.

Ein besonderer Fokus liegt auf der „Integrierten Versorgung“, die eine lückenlose Betreuung chronisch kranker Menschen gewährleisten soll. Die ELGA wird dabei helfen, Versorgungsbrüche zu vermeiden – zunächst bei Diabetes und Herzinsuffizienz. Ab 2026 wird zudem die elektronische Erfassung von Diagnosen für Gesundheitsdienstleister verpflichtend.

Digitale Zukunft

Darüber hinaus ist die Einbindung mobiler Pflegedienste geplant, inklusive digitaler Dokumentationsmöglichkeiten und Schnittstellen zu Pflege-Anwendungen. Für 2026 steht die Erneuerung des technisch überholten ELGA-Portals auf dem Programm. Gleichzeitig werden die technischen Grundlagen für eine ELGA-App sowie eine Anwendung für den elektronischen Impfpass geschaffen. Abgerundet wird das Digitalisierungspaket durch die Anbindung an den europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) und die Entwicklung einer sicheren Kommunikationsplattform für Einrichtungen im Gesundheitssektor.

Abgerundet wird das Digitalisierungspaket durch die Anbindung an den europäischen Gesundheitsdatenraum.

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KO KOSMO-Redaktion
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