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Türkei

EM 2024: Wird Merih Demiral von der UEFA gesperrt?

(FOTO: EPA-EFE/HANNIBAL HANSCHKE)
Türkei-Torschütze Merih Demiral. (FOTO: EPA-EFE/HANNIBAL HANSCHKE)

Der 26-jährige Türkei-Torschütze Merih Demiral stellte mit seinen Händen am Dienstag den umstrittenen Wolfsgruß dar. Ein Gruß, der eng mit der rechtsextremen „Ülkücü-Bewegung“ in Verbindung steht, besser bekannt unter dem Namen „Graue Wölfe“.

Die „Grauen Wölfe“ sind die Anhänger einer als rechtsextremistisch klassifizierten türkischen Bewegung. Insbesondere in Deutschland steht die Gruppe unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes, was die internationale Tragweite der Geste unterstreicht. Die politische Heimat dieser Gruppierung in der Türkei bildet die ultranationalistische Partei MHP, die wiederum ein Koalitionspartner der regierenden AKP von Präsident Recep Tayyip Erdogan ist.

Demirals Doppeltreffer

Türkei-Torschütze Merih Demiral, der in der Begegnung gegen Österreich in der 57. Sekunde das schnellste Tor in der Eliminierungsphase einer EM schoss und später nochmals in der 59. Minute traf, wird mit dieser Aktion für reichlich Gesprächsstoff sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes gesorgt haben. Die türkische Nationalmannschaft, gestärkt durch Demirals Leistung, sieht nun dem Halbfinalspiel am kommenden Samstag in Berlin John Vorfreude entgegen, wo sie auf die Niederlande treffen wird.