In einem herzzerreißenden Szenario einer Fußballnacht, die die Emotionen zum Kochen brachte, musste die kroatische Nationalmannschaft einen bitteren Moment erleben. Der Traum vom Einzug ins Achtelfinale der Europameisterschaft wurde in den letzten Sekunden des Spiels gegen Italien zunichtegemacht.

Die Begegnung, die bis dahin von Spannung und Leidenschaft geprägt war, fand ihren dramatischen Höhepunkt in der 98. Minute, als Mattia Zaccagni das Ausgleichstor für Italien erzielte. Dieser Treffer bedeutete nicht nur den Ausgleich, sondern zugleich das vorzeitige Aus für die Kroaten in diesem prestigeträchtigen Turnier.
Der kroatische Teamchef Zlatko Dalic versteckte seinen Unmut nicht. Der späte Gegentreffer, der sein Team kostbare Punkte kostete, ließ den Trainer öffentlich Kritik am Schiedsrichterteam üben. Besonders die Entscheidung, acht Minuten Nachspielzeit anzusetzen, stand im Fokus seiner Kritik. Dalic argumentierte, dass diese zusätzliche Zeit in keiner Weise gerechtfertigt gewesen sei und spielte auf eine mögliche Benachteiligung aufgrund der kleineren Nation Kroatiens an. Er betonte, dass sein Team mit einem Sieg sicher in der Runde der letzten 16 gestanden hätte, nun aber einen spürbaren Rückschlag hinnehmen müsse.
Entscheidende Momente
Die Begegnung war von Anfang bis Ende von hoher Intensität geprägt. Besonders hervorzuheben ist dabei das Tor von Luka Modric, welches nach einem VAR-Check und einem zunächst vergebenen Elfmeter zustande kam. Diese und weitere Momente, wie die sechs erfolgten Auswechslungen, verstärkten die Fragezeichen bezüglich der veranschlagten acht Minuten Nachspielzeit. Dalic wies darauf hin, dass selbst unter Berücksichtigung der VAR-Unterbrechungen eine solch lange Nachspielzeit ungewöhnlich und ungerechtfertigt erscheine.
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Luka Modric, der kroatische Mittelfeldregisseur, konnte seine Enttäuschung nach dem Spiel kaum in Worte fassen. Mit Tränen in den Augen verwies er auf den unermüdlichen Kampfgeist seines Teams und die Ungerechtigkeit, mit der sie nun konfrontiert waren. Modric, der in seiner Karriere schon viele Höhen und Tiefen erlebt hat, sprach von einer Grausamkeit des Fußballs, die sein Team besonders hart getroffen habe. Die bittere Erfahrung gegen Italien, gepaart mit einem ähnlichen Szenario im Spiel gegen Albanien, unterstrich die oft unvorhersehbare und manchmal gnadenlose Natur des Sports.
